19.12.2021 16:48 |

Wollte Tempel schänden

Indien: Mann von Gläubigen zu Tode geprügelt

In Indien ist ein Mann zu Tode geprügelt worden, der angeblich das wichtigste Heiligtum der Sikhs schänden wollte. Medienberichten zufolge war der Mann am Samstagabend während eines Gebetes über ein Geländer in das Allerheiligste des Goldenen Tempels (Bild oben) in der nordindischen Stadt Amritsar gesprungen.

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Laut dem Sender NDTV hatte der Mann versucht, ein Schwert zu ergreifen, das vor dem Guru Granth Sahib, dem heiligen Buch der Sikhs, aufbewahrt wird. Er sei aber von Gläubigen aufgehalten und erschlagen worden, hieß es in dem Bericht.

Der Regierungschef des Bundesstaates Punjab, Charanjit Singh Channi (Bild unten), verurteilte die Tat des Mannes auf Twitter als „höchst unglücklich und abscheulich“. Er ordnete eine Untersuchung an, um das Motiv und „die wahren Verschwörer hinter der heimtückischen Tat“ herauszufinden.

Die Sikhs sind eine religiöse Minderheit, die vor allem in Punjab sowie in Teilen der angrenzenden Bundesstaaten leben. Der Schutz des Guru Granth Sahib und der Sikh-Schreine ist für die Religionsgemeinschaft ein hochsensibles Thema.

1984 wurde die ehemalige indische Premierministerin Indira Gandhi von zwei ihrer Sikh-Leibwächter ermordet, nachdem sie einen Angriff der Armee auf den Goldenen Tempel in Amritsar befohlen hatte, in dem sich militante Anhänger der Religionsgemeinschaft verschanzt hatten. Ihre Ermordung löste Unruhen aus, bei denen damals - vor allem in der Hauptstadt Neu-Delhi - fast 3000 Sikhs getötet wurden.

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