15.12.2021 10:00 |

Neue Mutation

Auch bei Omikron wirkt Altbewährtes

Die neue Virus-Variante Omikron treibt vielen Experten Sorgenfalten auf die Stirn – auch in Salzburg. Trotz der sehr spärlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Mutante schützen Maske, Hygiene und Abstand vor einer Infektion. Klar ist aber noch nicht, wie gut Covid-Medikamente helfen.

Die Zahl derer, die wegen einer Covid-Infektion in den Salzburger Spitälern liegen, sinkt. Am Dienstag waren es 155, davon wurden 22 auf einer Intensivstation betreut. Der Abwärtstrend ermöglicht es den Spitälern, andere Bereiche aufzusperren und wieder mehr Operationen durchzuführen.

Positive liegen 1,5 Mal so lange auf Intensivstation
„Was man aber nicht vergessen darf, ist, dass der durchschnittliche Corona-Patient eineinhalb Mal so lange auf der Intensivstation liegt wie ein Patient aus dem Non-Covid-Bereich“, sagt Uta Hoppe, Primaria am Uniklinikum. Das bedeutet immer noch eine große Einschränkung.

Wie lange die Verschnaufpause für die Spitäler andauern wird, ist jedoch ungewiss – so sind im Moment alle Augen auf die neue Virusvariante Omikron gerichtet. Auch in Salzburg gibt es bereits zwei bestätigte Fälle.

„Vieles liegt noch im Dunkeln, aber wir wissen, dass Omikron wesentlich ansteckender ist als Delta. Das belegen die Zahlen aus allen wissenschaftlichen Untersuchungen“, erklärt Hoppe. Wie aggressiv die neue Form des Coronavirus ist, steht jedoch noch in den Sternen. Die hohe Ansteckungsrate könnte somit wieder einen Anstieg der Zahlen und der Spitalsauslastung mit sich bringen.

Medikamente werden bei Omikron nicht viel helfen
„In etwa zwei Wochen werden wir mehr wissen“, sagt die Medizinerin. Bis dahin sollten wir laut ihr auf das Altbewährte setzen. „Es gibt viele Maßnahmen, die auch bei Omikron wirken werden. Ob Maske, Hände desinfizieren, Abstand halten oder das Einschränken der sozialen Kontakte.“

Neben dem früheren Drittstich sollten sich auch Menschen, die bei der Covid-Impfung noch zögern, nun impfen lassen. „Manche hoffen auf die bestellten Corona-Medikamente. Aber die sind kein Ersatz für die Impfung. Denn das sind großteils Antikörper-Therapien, die auf den bisherigen Varianten basieren“, sagt Hoppe. Deswegen sei die Wirksamkeit gegen Omikron höchstwahrscheinlich sehr niedrig, wenn überhaupt vorhanden.

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