14.12.2021 12:34 |

Kostenlawine

Bärenschützklamm: Endgültige Sperre steht im Raum

Die Bärenschützklamm bei Mixnitz dürfte auch nächstes Jahr noch geschlossen bleiben. Auch darüber hinaus fallen die Prognosen wegen teurer Sicherungsmaßnahmen eher düster aus.

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Die Bärenschützklamm, ein beliebtes Ausflugsziel bei Mixnitz mit etwa 40.000 Besuchern pro Jahr, bleibt nach dem tödlichen Steinschlag von 2020 wohl auch 2022 geschlossen. Gerhard Jantscher, Vorstand der Alpenvereinssektion Mixnitz, ist besorgt, denn im schlimmsten Fall sperrt die Klamm gar nicht mehr auf: „Wenn der Aufwand und die Haftung für uns Ehrenamtliche zu hoch wird, muss man überlegen, ob man das noch macht“, sagte er am Dienstag im APA-Gespräch.

Zivilklage läuft noch
Ein kurzer Blick zurück: Am 8. Juli 2020 waren bei einem Fotopunkt auf einem Steg in der Klamm mehrere Felsbrocken auf Besucher gestürzt. Drei Menschen kamen ums Leben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden zwar eingestellt, weil es sich um ein „unvorhergesehenes Naturereignis“ gehandelt habe, aber die Behörde schrieb vor der neuerlichen Eröffnung Maßnahmen vor. Hinzu kommt, dass eine verletzte Wanderin aus Niederösterreich eine zivilrechtliche Klage eingereicht hat, die nach wie vor bei Gericht anhängig ist.

Neuen Gutachter hinzugezogen
Noch im Sommer hieß es, dass im Herbst die Baumaßnahmen beginnen sollen, doch daraus wurde nichts: Ein neuer Geologe musste bestellt werden, sagte Jantscher. Derzeit wisse man noch gar nicht, wie die Maßnahmen genau aussehen werden. An eine Öffnung der Klamm im Mai 2022 sei nicht zu denken. 2022 dürfte es sich wohl auch nicht mehr ausgehen.

Zitat Icon

An eine Öffnung der Klamm im Mai 2022 ist nicht zu denken

Gerhard Jantscher, Vorstand der Alpenvereinssektion Mixnitz

Viel Arbeit im Ehrenamt
Unklar sei auch noch, wie die Maßnahmen finanziert werden sollen. Von 600.000 bis 650.000 Euro an Kosten gehe man aus. Die müsste der Verein als Erhalter der Klamm aufbringen. Doch so lange nicht klar sei, wie es weitergeht, sei auch ein Spendenaufruf wenig sinnvoll, so der Vorstand. Er versucht indessen weiterhin alle erforderlichen Einreichpläne zusammenzutragen und die behördlichen Bewilligungen einzuholen - und das alles ehrenamtlich in seiner Freizeit.

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