12.12.2021 06:30 |

Handwerker starten

Erste steirische Adventmärkte öffnen heute

Die ersten Handwerksstände in Graz sperren am Sonntag auf. Steirische Händler hoffen auf ein gutes Geschäft, das den Lockdown ausgleicht. In den Regionen hrrscht noch viel Unsicherheit.

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Die bunten Hauben liegen bereit, Stirnbänder und Stutzen in allen Farben warten darauf, gekauft und verschenkt zu werden. „Für uns Kunsthandwerker ist das Weihnachtsgeschäft das wichtigste“, sagt Silvia Hanacik. Sie verkauft seit 30 Jahren ihre Strick-Produkte in Graz. Am Freitagnachmittag hat sie erfahren, dass sie ihren Stand im Lesliehof am Sonntag aufsperren darf. „Von Weihnachten lebe ich ein halbes Jahr lang. Der halbe Advent fehlt uns dieses Jahr. Ich hoffe, dass die Leute solidarisch sind und nicht auf Amazon kaufen.“

Das Drumherum – vor allem die Gastronomie und die Glühwein-Stände – fehlen natürlich. Sie dürfen erst am 17. Dezember öffnen. „Und wie das mit der 2G-Regel funktioniert, ist auch noch unklar.“

Optimistisch ist Gerald Wieser aus Mureck, der ab heute seine Keramik am Grazer Färberplatz verkauft. Er schraubt gerade seine Hütte zusammen, als die „Steirerkrone“ ihn besucht. „Die Leute rufen schon an und fragen, wann es endlich losgeht. Ich habe zum Glück viele Stammkunden. Ohne sie wäre es schwierig zu überleben.“

Auch am Mehlplatz, Tummelplatz und Kapistran-Pieller-Platz geht es heute mit den Handwerksständen los. Am 14. 12. kommen auch der Haupt- und der Nikolaiplatz dazu, bevor am 17. 12. – voraussichtlich – die Glühweinstände öffnen dürfen.

Zögern in den steirischen Regionen
In den Regionen sind viele Weihnachtsmärkte noch in der Schwebe. „Wir warten auf die Verordnung – und dann kommt es darauf an, wie lange die Standler zum Aufbauen brauchen“, sagt Gerhard Lukasiewicz, Sprecher der Stadt Leoben. In Bruck an der Mur hofft man, von 16. bis 19. 12. aufsperren zu können. „Wir haben ja sogar ein Riesenrad“, sagt Sprecher Christian Mayer.

Auch Mariazell wartet noch zu, die Lage sei zu unsicher. Für Glühwein und Co. denkt man über ein Take-away-Konzept nach.

In Leibnitz hat man sich für eine Absage entschieden. „Die Hütten sind schon am Kirchplatz gestanden, aber dann kam der Lockdown“, sagt Bürgermeister Helmut Leitenberger. „Der Aufwand mit 2G-Regel wäre zu groß gewesen.“ Die Adventstimmung versucht man mit Schanigärten zu kompensieren.

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