01.12.2021 08:30 |

Inseraten-Affäre

Wallner und Jenny rücken zur Verteidigung aus

In der Inseraten-Affäre hatten sich bisher nur Vertreter der Oppositionsparteien zu Wort gemeldet. Am Dienstag rechtfertigte Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer, die Auftragsvergabe an das „Media Team“. Landeshauptmann Markus Wallner betonte, dass sich seine Partei an gesetzliche Vorgaben halte.

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„Es war eine autonome Entscheidung der Wirtschaftskammer mit welchem Unternehmen sie die Inseratengeschäfte betreiben möchte“, betonte Jenny gestern in einer Aussendung. Seit vielen Jahren arbeite die Agentur „Media Team “ mit der Wirtschaftskammer Vorarlberg zusammen, wenn es um Insertion in den beiden Zeitungen „Die Wirtschaft“ und „Thema Vorarlberg“ gehe - und dies stets im Rahmen gesetzlicher Ausschreibungen. Bei der jüngsten habe sich einzig das „Media Team“ beworben und damit auch den Zuschlag erhalten. Wie die Eigentumsverhältnisse in der Agentur gestaltet sind, sei Sache der Agentur selbst und nicht Gegenstand der Ausschreibungskriterien.

Gefragt, ob er es in Ordnung finde, dass der Direktor des Wirtschaftsbunds an jedem Inserat mitverdiene, befand Landeshauptmann Markus Wallner: „Das ist eine autonome Entscheidung der Wirtschaftskammer mit welchem Unternehmen sie die Inseratengeschäfte betreiben möchte.“

Wallner betonte, dass er bereits Kontakt zu Präsidenten der Wirtschaftskammer, Hans-Peter Metzler, aufgenommen habe. Er habe ihm zugesichert, die speziellen Konstruktionen zu überprüfen und zu hinterfragen.

Den Vorwurf, versteckte Parteienfinanzierung zu betreiben, konnte Wallner nicht nachvollziehen. „Wir haben uns punktgenau an die gesetzlichen Vorgaben gehalten“, stellte er klar. Gleiches gelte auch für die Landesunternehmen, deren Vorstände sich zum Teil an strenge Aktiengesetze halten müssten.

Für FPÖ-Chef Christof Bitschi wirkten die Worte Wallners wenig überzeugend. „Der Herr Landeshauptmann muss nichts prüfen, sondern er hat den Inseratensumpf in seiner Landes-ÖVP endlich trockenzulegen“, befand er.

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