28.11.2021 12:05 |

„Krone“-Kommentar

Brief an die Leser: Wir hören hin

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Es sind harte, teils schwerst untergriffige Briefe. Wir hätten Menschenleben auf dem Gewissen, wir müssten dafür büßen. Einer wünscht mir wegen unserer Corona-Berichterstattung regelmäßig das Schlimmste, zuletzt schrieb er: „Sollte ihnen der liebe Gott dafür, ich kann es nicht bestimmen, eine todbringende Krankheit schicken, an der sie auch entsprechend versterben, ich würde beten.“

Das muss man aushalten. Wie den Pauschalvorwurf, wir seien gekauft, von der Regierung und der Pharmaindustrie. Kolleginnen und Kollegen in der „Krone“-Redaktion werden ebenso beschimpft wie jene von Mitbewerber-Medien.

Der Chefredakteur einer Tageszeitung, mit der wir im härtest denkbaren Konkurrenzkampf stehen, schreibt: „Es ist so schwer zu vermitteln, dass die guten österreichischen Medien keine Einheitsfront betreiben, sondern nur vom gesunden Menschenverstand geleitet sind.“ Man könne die Realität nicht verzerren, „aber erkläre das einmal jemandem, der diese verzerrten Minderheitenmeinungen seit Monaten inhaliert hat“.

Ja, es ist schwer. Doch wir versuchen es, hören hin, haben großes Verständnis für Skeptiker. Geben jenen, die von nachvollziehbaren Sorgen geplagt werden, und selbst manchen Schreibern mit wüsten Theorien und Beschimpfungen Raum auf den Leserbriefseiten.

Aber die Realität können wir nicht verzerren.

Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann
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