19.11.2021 09:49 |

„Einbußen ausgleichen“

IHS-Experte: Lockdown kostet 1 Mrd. Euro pro Woche

Ein bundesweiter Corona-Lockdown würde die heimische Wirtschaft laut IHS-Berechnungen wöchentlich eine Milliarde Euro kosten. Bliebe der Lockdown auf Oberösterreich und Salzburg beschränkt, wären es rund 250 Millionen Euro pro Woche. Auf den Wintertourismus jedenfalls könnte ein neuer Lockdown verheerende Auswirkungen haben, je nach Art und Dauer. Stelle sich dieser als nicht effektiv heraus, sei man „sehr schnell im Weihnachtsgeschäft“.

Mit Einbußen in Höhe von einer Milliarde Euro - pro Woche! - rechnet Klaus Weyerstrass vom Institut für Höhere Studien (IHS) bei einem bundesweiten Lockdown. Im Ö1-„Morgenjournal“ betonte er am Freitag, es sei „sicher notwendig“, betroffenen Unternehmen, die jetzt behördlich zum Zusperren gezwungen würden, entgangene Gewinne in irgendeiner Form auszugleichen.

Man müsse aber genau darauf achten, dass es keine Mitnahmeeffekte gebe. Die Hilfen müssten so ausgestaltet sein, „dass echt entstehende Einbußen auch wirklich ausgeglichen werden“.

Gegenüber dem Vorjahr sollte man nachschärfen - und sich vielleicht nicht am Umsatz, sondern am entgangenen Gewinn orientieren. Schon am Donnerstag hat die EU-Kommission grünes Licht für weitere staatliche Corona-Hilfen bis Juni 2022 gegeben.

Österreich erstes EU-Land mit Impfpflicht?
Auch an einer anderen Corona-Front gab es zuletzt massiv Bewegung: Nachdem die Rufe nach einer Impfpflicht immer lauter wurden, steht eine solche nun tatsächlich im Raum: Ab Jänner 2022 könnte die Pflicht zum Stich nach „Krone“-Informationen als Gesetz kommen - verbunden mit hohen Verwaltungsstrafen oder Ersatzfreiheitsstrafen. Damit wäre Österreich der erste Staat in der Europäischen Union, in dem eine generelle Corona-Impfpflicht gilt.

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