Im WM-Play-off im kommenden März kämpft das ÖFB-Team um ein Ticket für die Endrunde in Katar. Es warten große Nationen als Gegner, neben Duellen mit Portugal oder Schweden könnte es auch ein Wiedersehen mit EM-Achtelfinalgegner Italien geben. „Das wäre jetzt dann auch der Beweis dafür, dass Österreichs Mannschaft es kann“, so Österreichs Jahrhundert-Kicker Herbert Prohaska. Hier seine „Krone“-Kolumne:
Welchen der sechs Gegner ich mir für unsere Nationalmannschaft wünschen würde? Eigentlich gar keinen, denn die sind ja alle stark. Spaß beiseite: Wunschgegner gibt es keinen dabei, denn man kann ja auch bei keinem Team locker sagen, dass wir die sicher schlagen würden.
Ich habe meinen persönlichen „Favoriten“, irgendwie glaube ich, dass es im Halbfinale Schweden wird - gegen die haben wir zuletzt sehr, sehr oft gespielt. Quali für die WM 2014, Quali für die EM 2016. Und klar: Italien und Portugal müssen es im Halbfinale nicht gerade sein, die sind doch einen Tick höher einzuschätzen als der Rest. Wobei, wie gesagt: Auch die Schotten oder Waliser dürfen nicht unterschätzt werden, die sind vor allem daheim mit dem Publikum im Rücken eine Klasse stärker. Aber sind wir froh, dass wir diese Chance überhaupt haben, ich war zwar nie ein Freund davon, dass man sich via Nations League für dieses Play-off qualifizieren kann, jetzt müssen wir jedoch glücklich sein, dass es diese Hintertür gibt.
Wir sind dabei, die meisten der anderen Play-off-Teilnehmer sind in unserer Kragenweite, folgender Satz klingt zwar abgedroschen, hat aber seine Berechtigung: Wenn du zu einer Weltmeisterschaft willst, dann musst du diese Mannschaft schlagen können. Das wäre jetzt dann auch der Beweis dafür, dass Österreichs Mannschaft es kann. Nach der EURO wollte man ja den Blick nach oben richten, den Fokus Richtung Europas Top-Nationen legen, das ist mit einem mehr als bescheidenen Herbst nicht gelungen. Dafür, dass man nicht auf hohem Niveau reüssieren konnte, gab es auch zu Recht Kritik.
Wenn du zu einer Weltmeisterschaft willst, dann musst du diese Mannschaft schlagen können.
Herbert Prohaska
Und abgesehen von Gegnern, Play-off: Für jeden unserer Spieler muss und wird das Ziel WM ein großer Ansporn sein. Keiner war da jemals schon dabei, ein David Alaba zum Beispiel hat alles erreicht, eine WM-Teilnahme fehlt ihm aber noch auf seiner fußballerischen Visitenkarte. Oder Marko Arnautovic: Meister wird er mit Bologna sicher nicht werden, aber zu einer WM könnte er fahren. Ein Ziel, für das man im März alles raushauen muss.
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