12.11.2021 08:00 |

Hoher Besuch im Ländle

S18: Bei Bundeskanzler um Schützenhilfe angesucht

Keine Beflaggung wie einst beim Empfang von Kanzler Kurz im Kleinwalsertal, dafür aber auch keine Demonstranten vor den Blum-Werken - der erste Besuch von Bundeskanzler Alexander Schallenberg im Ländle verlief ohne große Pannen. Im Mittelpunkt standen neben der Pandemie vor allem Wirtschaftsthemen.

Lange hatten die Vorarlberger in Wien darauf gedrängt, dass Österreich die bilateralen Verhandlungen mit der Schweiz in Sachen Rhesi aufnimmt. Erste Gespräche für das Hochwasserschutzprojekt „Rhesi - Rhein Erholung Sicherheit“ seien bereits über die Bühne gegangen, eine weitere Runde stehe im Dezember an, informierten der Kanzler und Landeshauptmann Markus Wallner nach ihrem Arbeitsgespräch am Donnerstagvormittag. 

Der angestrebte Staatsvertrag ist Voraussetzung für die Einreichung des Projekts. Zentral ist dabei die Kostenaufteilung des auf derzeit knapp 900 Millionen Euro geschätzten Projekts, wie bisher sollen beide Staaten je die Hälfte tragen. Zum Vergleich: Das Schadenspotenzial eines 300-jährlichen Hochwassers am Alpenrhein wird auf rund 8,6 Milliarden Euro geschätzt.

Noch nicht ganz 300 Jahre dauern die Planungen für die Bodenseeschnellstraße S18 inzwischen an. Ende 2020 hatten sich die Zuständigen der Asfinag für die ungeliebte CP-Variante entschieden, im Sommer 2021 verkündete Ministerin Leonore Gewessler, weitere Alternativen prüfen zu lassen. Ein Ende der Diskussion oder gar ein Baubeginn ist noch lange nicht in Sicht. Wallner deponierte beim Bundeskanzler gestern die Bitte, das für Vorarlberg „zentrale Projekt“ weiter zu unterstützen.

Lehrwerkstätte besucht
Am Nachmittag stand für den Kanzler ein Besuch beim Höchster Beschlägehersteller Blum auf dem Programm. Den Aufrufen in den Sozialen Medien, sich dort zu einer Demonstration gegen die Coronamaßnahmen zu versammeln, waren nicht einmal eine Handvoll Coronagegner gefolgt. Die geplante Besichtigung in der Lehrlingswerkstätte inklusive Vortrag einer engagierten jungen Dame konnte wie geplant über die Bühne gehen. Für den Kanzler ging sich sogar noch eine kurze Rauchpause ums Eck aus.

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Vorarlberg-Krone
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