10.11.2021 18:59 |

Über elf Mio. Stiche

Corona-Schutzimpfung: Neuer Nebenwirkungsbericht

Ein aktueller Nebenwirkungsbericht gewährt erneut Einblicke rund um mögliche Begleiterscheinungen, die eine Impfung gegen das Coronavirus mit sich bringen kann. Die meisten wurden - im Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis inklusive 5. November 2021 - nach der Gabe von AstraZeneca gemeldet, wobei der Impfstoff mittlerweile in Österreich gar nicht mehr zur Anwendung kommt. Zudem wurden einmal mehr Zahlen zu Todesfällen und auch schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt gegeben.

Mehr als elf Millionen Impfungen wurden bislang im Land verabreicht. Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit (jeweils etwa 53 Prozent) traten nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen, kurz BASG, neben Reaktionen an der Einstichstelle nach einer Impfung gegen das Coronavirus am häufigsten auf, gefolgt von Muskelschmerzen oder Unwohlsein (44 Prozent), Fiebrigkeit (33 Prozent), Gelenkschmerzen (26 Prozent), Schüttelfrost (32 Prozent) und Fieber über 38 Grad (acht Prozent). „Die Mehrheit war in der Intensität mild bis moderat und verschwand binnen weniger Tage“, heißt es in dem Bericht.

Herzmuskelentzündungen
Daten über schwerwiegende Nebenwirkungen wurden ebenfalls veröffentlicht. So seien bisher in zeitlicher Nähe zu einer Impfung 137 Fälle einer Herzmuskelentzündung gemeldet worden. Die meisten traten
nach einer Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer auf (100), 15 bei Moderna, 15 beim Impfstoff von AstraZeneca und sieben beim Vakzin von Johnson & Johnson.

Gemeldete Todesfälle
175 Todesfälle in zeitlicher Nähe zu einer Impfung wurden im genannten Zeitraum gemeldet - 128 bei Biontech/Pfizer, 18 bei Moderna, 26 bei AstraZeneca und drei bei Janssen.
Eine 81-jährige Patientin starb im Zuge einer Herzmuskelentzündung mit Multiorganversagen, bei einer 71-jährigen Frau führte die Herzmuskelentzündung zum Tod. Eine 88-jährige Patientin starb infolge einer Herzinsuffizienz. Sie alle hatten den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten.

Bei 20 Personen fiel die Impfung in die Inkubationszeit einer Covid-19-Erkrankung, im Rahmen derer die Patienten verstarben, hieß es. Bei 34 weiteren bestanden schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich todesursächlich waren. In fünf Fällen konnte aufgrund des Obduktionsberichts ein Zusammenhang mit der Impfung ausgeschlossen werden.

Zusammenhang mit Impfung
Bei zwei weiteren Todesfällen geht man von einem Zusammenhang mit der Impfung aus. Der Todesfall jener 49-jährigen Patientin - wir berichteten -, die nach einer Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca in Folge schwerer Gerinnungsstörungen verstorben ist, wurde als Kombination von Thrombose und Thrombozytopenie
(verminderte Anzahl von Blutplättchen, wodurch das Blutungsrisiko steigt - es wird auch als Vakzin-induzierte thrombotische Thrombozytopenie (VITT) bezeichnet), eingestuft.

Der Todesfall einer 36-jährigen Patientin nach einer Covid-19-Impfung mit dem Impfstoff von Janssen wird nach derzeitigem Erkenntnisstand ebenfalls dem Krankheitsbild einer VITT zugeordnet. Die übrigen Todesfälle werden entweder noch abgeklärt oder es konnten laut BASG keine weiteren Informationen eingeholt werden. Betont wurde, dass die Untersuchungen, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt, weiterlaufen würden.

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