09.11.2021 23:08 |

Im Umfeld des Täters

Weitere Festnahmen nach Messerattacke in Cannes

Nach einer Messerattacke auf einen Polizisten in der südfranzösischen Mittelmeerstadt Cannes ist es am Dienstag zu weiteren Festnahmen gekommen. In dem Fall wurden demnach Ermittlungen wegen versuchter Tötung eingeleitet. Die Behörden sehen bisher keinerlei Verbindung zu einer islamistischen Organisation.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um Personen aus dem Umfeld des Täters. In dem Fall wurden Ermittlungen wegen versuchter Tötung eingeleitet. Die Behörden sehen bisher keinerlei Verbindung zu einer islamistischen Organisation. Zwar hat der mutmaßliche Täter gesagt, im Namen des Propheten und für Gott gehandelt zu haben. Bekannte des Mannes hätten indes von dessen Veränderungen in den vergangenen Monaten gesprochen, der sich von einem „Dschinn“ verfolgt fühle. Der Mann solle nun psychiatrisch untersucht werden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Montagfrüh hatte ein Mann unweit einer Polizeiwache in Cannes mit einem Messer auf einen Polizisten in einem Wagen eingestochen. Der Angegriffene blieb dank kugelsicherer Weste körperlich unverletzt. Ein Beamter schoss auf den Angreifer und verletzte ihn schwer.

Der Mann mit algerischer Staatsbürgerschaft ist nach Angaben von Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin nicht als radikalisiert bekannt. In Frankreich halte er sich rechtmäßig auf und sei hier nicht vorbestraft. Vor wenigen Wochen habe er um einen Aufenthaltstitel gebeten.

Ermittlungen auch in Italien
Die Ermittlungen zogen auch Kreise über die Staatsgrenze hinweg. Die italienische Polizei durchsuchte am Dienstag eine Wohnung in Neapel, in der der Algerier gewohnt hatte, wie italienische Medien berichteten. Der Mann war 2008 in Cagliari auf Sardinien eingetroffen und erhielt 2011 eine Aufenthaltsgenehmigung. Die in Neapel durchsuchte Wohnung teilte er mit anderen Migranten. Seit über einem Jahr war er nach Frankreich umgezogen.

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