Protest gegen Pläne

„Wohnbauprojekt bedroht unser grünes Alauntal“

Große Aufregung herrscht derzeit im ansonsten ruhigen Alauntal in Krems. Denn eine besorgte Gruppe von Anrainern und Naturliebhabern befürchtet, dass ein geplantes Wohnbauprojekt die artenreiche Gegend nachhaltig schädigen wird. Derzeit wird das Vorhaben geprüft, die Bauwerber versichern, sich an alle Regeln zu halten.

Eine Wohnhausanlage mit Parkplätzen für 30 Autos soll nämlich am engen Alauntalweg entstehen. „Das Naturjuwel ist damit stark bedroht, wenn man versucht, so viele Bewohner mit ihren Autos in das schmale Alauntal zu zwängen“, befürchtet eine Interessengemeinschaft rund um einen Anrainer, die sich nun entschlossen gegen das Projekt stellen. „Es geht uns dabei nicht um die Verhinderung von Bebauung, sondern um die Dimension, Sensibilität im Umgang mit der Natur und Nachhaltigkeit“, heißt es.

Beliebtes Naturjuwel
Nachsatz der besorgten Gruppe: „Das Profitstreben einer einzelnen Person darf nicht über der Lebensqualität einer ganzen Gemeinschaft stehen.“ Denn der betroffene Bereich des Naturjuwels erfreut sich auch bei zahlreichen Wanderern und Erholungssuchenden sowie nicht zuletzt bei den Bewohnern und Angehörigen des nahegelegenen Pflegeheims großer Beliebtheit. Seitens der Stadt versichert man, dass es bislang noch keine Baubewilligung gibt und derzeit das Vorprüfungsverfahren läuft sowie Gutachten erstellt werden. 

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Sofern die Anlagenbehörde zuständig ist, werden auch einzelnen Rechtsmaterien - also auch der Naturschutz - geprüft werden!

erklärt Karl-Heinz Angerer, Stellvertretender Leiter des Anlagenrechts

Ortsübliche Verbauung?
Seitens der Projektbetreiberin versucht man zu beruhigen. „Es handelt sich bei dem Vorhaben um ortsübliche Nachverdichtung zur Wohnraumschaffung auf Rechtsgrundlage und nach Maßgabe des von der Stadt Krems erlassenen Teilbebauungsplanes für das Baugrundstück“, erklärt Notar Bernhard Distlbacher, der die Bauwerberin im Behördenverfahren rechtlich vertritt. Weitere Details möchte er mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht bekanntgeben.

Thomas Werth
Thomas Werth
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