27.10.2021 13:32 |

Kommentar des Tages

Parkverbotslinie: „Auch bei uns Profis unbekannt“

Um den oft verwirrenden Schilderwald in der Großstadt einzudämmen, setzt die Stadt Wien seit einigen Jahren auf gelbe Linien am Gehsteigrand, um Parkverbotszonen zu markieren. Viele Autofahrer wissen davon nichts, gestraft wird dennoch rigoros, wie das Team der „Krone“-Ombudsfrau berichtete. Dieser Fall wurde unter unseren Lesern heiß diskutiert: So meldete sich in unserem Forum u.a. eine Spezialistin zu Wort, dass es hier in der StVO Diskussionsbedarf gebe.

So wurde kürzlich auch eine Autolenkerin aus Niederösterreich zum „Opfer“ der gelben Markierungen und wandte sich daraufhin an die „Krone“-Ombudsfrau. Laut Stadt Wien wurde die Markierung 2011 mit Inkrafttreten der 23. StVO-Novelle wieder eingeführt. Hintergrund sei der in der Kritik stehende überfrachtete öffentliche Raum und die Eindämmung des Schilderwaldes. Errichtung und Erhaltung seien kostengünstiger. Die Linien gibt es übrigens auch in anderen Bundesländern.

Als das Thema durch die „Krone“ publik wurde, wandte sich Leserin sogehtsnicht mit einem Kommentar an die „Krone“-Community. Als pensionierte Fahrlehrerin war auch ihr die Regelung unbekannt. Ihre Kollegen, welche teilweise seit Jahrzehnten im Dienst sind, kannten die gelben Linien ebenfalls nicht. Um sich weiterzubilden, informierte sie sich über den entsprechenden Paragraphen der StVO und stieß dabei auf eine Ungereimtheit im Falle der Niederösterreicherin. 

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Leserkommentare
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sogehtsnicht
Also ich als pens. Fahrschullehrerin muss ich zu meiner Schande zugeben, dass diese Markierung auch mir unbekannt war.
Dabei bekommen wir die Novellierungen immer zum nachlesen aber diese ist offenbar spurlos an mir vorbei gegangen, ich habe jetzt bei einigen Kollegen die schon Jahrzehnte im Dienst sind, nachgefragt und wir alle kennen diese Linie nicht.
Die wurde so stillschweigend eingeführt, dass so gut wie niemand diese Linie kennt.
Es ist zwar eine Schande, dass ich das nicht weiß aber umso mehr verstehe ich den Unmut anderer Kfz Lenker, dass sie diese Linie nicht kennen.
Werde mich jetzt mit der mit der 23. Novelle der StVo auseinander setzen und mir diese nochmal zu Gemüte führen.
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sogehtsnicht
Habe mir die 23. Novelle nochmals angeschaut, in dieser geht es in erster Linie um Radfahrer, mittendrinnen steht der Absatz mit dieser Bodenmarkierung, allerdings wird diese Änderung nur angeregt.
"Es wird daher eine Ergänzung von § 24 Abs 1 lit p und § 24 Abs 3 lit a
entweder um den Klammerausdruck („Gehsteigrand“ ) oder die
Wortfolge „und/oder Gehsteigrand“ angeregt."
Das ist der original Satz aus der Novellierung in der StVo wurde das aber nicht nach dieser Anregung ausgeführt.
Aber ich habe etwas anderes entdeckt, da die Pflastersteine die dort auf der Straße zu sehen sind auch zu den Bodenmarkierungen zählen,
( § 55 StVO 1960 Bodenmarkierungen auf der Straße. Abs. 7, im Abs. 8 steht übrigens das mit der gelben Linie ) könnte man diese auch als Parkplätze erkennen.
Ich würde mir einen guten gefinkelten Verkehrsjuristen suchen und Einspruch erheben, denn so klar ist die Abgrenzung der Straße zum Gehsteig nicht zu erkennen.

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Ob es anderen Verkehrsteilnehmern ähnlich wie Leserin sogehtsnicht geht? Waren Ihnen die gelben Linien, welche Halte- und Parkverbotszonen in Wien markieren, bekannt? Wir sind auf Ihre Erfahrungsberichte in den Kommentaren gespannt!

Wenn auch Sie eine interessante Wortmeldung gefunden haben, die es Ihrer Ansicht nach wert ist, Kommentar des Tages“ zu werden, schicken Sie uns Ihren Vorschlag bitte an forum@krone.atWir freuen uns über Zusendungen und wünschen Ihnen viel Glück. Vielleicht wird bald auch einer Ihrer Kommentare unter dieser Rubrik zu finden sein!

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