24.10.2021 11:00 |

Verschärfungen drohen

Corona als Damoklesschwert für Salzburgs Gemeinden

Die Corona-Situation in Salzburg bleibt weiterhin angespannt: Wieder gab es mehr Neuinfizierte als Genesene, wieder stieg die 7-Tage-Inzidenz. Einige Gemeinden müssen kommende Woche Verschärfungen befürchten, wie beispielsweise Radstadt.

„Das Damoklesschwert hängt über der Stadtgemeinde“, unterstreicht Bürgermeister Christian Pewny (FPÖ). Mit Stand Samstag waren etwa 75 Bewohner aktiv mit dem Coronavirus infiziert - so viele, wie zu diesem Zeitpunkt in keiner anderen Pongauer Gemeinde. Cluster haben sich dort gebildet, bedingt durch eine Hochzeit und Veranstaltungen wie dem Ausflug des Seniorenbundes. Die Gemeinde ist genauso wie St. Martin im Tennengebirge, Seeham oder Abtenau im Blickfeld der Verantwortlichen, erklärt Gesundheitsreferent Christian Stöckl: „Wir haben aber die Cluster wie beispielsweise in Radstadt gut unter Kontrolle.“

Gespräche zu möglichen Verschärfungen ab nächster Woche

Man werde die Zahlen genau beobachten – auch im Hinblick auf die Impfrate. „Am Montag gibt es dann das nächste Gespräch“, weiß auch Pewny. Nichtsdestotrotz versucht der Stadtchef zu kalmieren: „Es ist bereits ein Abflachen der Zahlen zu erkennen.“ Ob dies reicht, um Verschärfungen wie Ausgangsbeschränkungen zu vermeiden, wird sich zeigen. Pewny wird jedenfalls trotz der bekannten FPÖ-Haltung die Maßnahmen mittragen: „Ich bin für meine Bevölkerung da.“

Nach wie vor gelten in den Tennengauer Gemeinden Adnet, St. Koloman und Annaberg-Lungötz Ausgangsbeschränkungen.

Von
Antonio Lovric
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