Arzneien fehldosiert

Auch oö. Apotheke von Software-Problem betroffen

Auf der Liste jener derzeit 29 Apotheken, die in unterschiedlichem Ausmaß von einer für Patientinnen und Patienten bedrohlichen Softwarepanne mit Fehldosierungen betroffen sind, steht auch eine oberösterreichischen Apotheke. Der Name ist der „Krone“ bekannt, doch haben wir bisher keine Stellungnahme aus dieser Apotheke bekommen („Sehr viel los heute!“). Als erster Politiker reagiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) auf die brisante Causa, über die die „Krone“ heute, Montag, groß berichtet, siehe hier. Raml zeigt sich besorgt und fordert volle Aufklärung. 

Der bisherige Informationsstand stellt sich - kurz zusammengefasst - wie folgt dar:

  • Zumindest 35 Apotheken österreichweit haben eine Aposoftwarevon einer österreichischen Firma, die die E-Medikation umsetzt, die aber fehlerhaft ist
  • Seit Beginn der E-Med (2 Jahre) schreibt diese Software nach Zufallsprinzip Rezepte, die von Ärzten ins E-Med-System gestellt werden, in der Apo bei Abruf durch den Apotheker um. Meistens handelt es sich um Höherdosierungen
  • Bisher wurden 29 Apotheken untersucht. Nur für das letzte Monat (September): Rund 3500 Fälle von Umschreibungen entdeckt.
  • „Krisenplan“ der Apothekerkammer: Apotheken mit solchen Fällen werden verständigt - sie sollen die Patienten verständigen - wenn nicht möglich, wird verschreibender Arzt verständigt.

Volle Aufklärung ist notwendig!
Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) hat den „Krone“-Bericht gelesen und reagiert so:
„Ich mache mir große Sorgen um die Gesundheit der Linzer und Oberösterreicher und fordere volle Aufklärung, welche Apotheken in unserer Stadt und in unserem Land noch davon betroffen sind. Sämtliche Patienten müssen sofort informiert werden. Vor allem muss sichergestellt werden, dass so etwas nie wieder passieren kann.“

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Sonntag, 28. November 2021
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