17.10.2021 15:00 |

Nach 29 Tagen Sperre

Flughafen Innsbruck startet Dienstag wieder durch

Vor vier Wochen hat am Innsbrucker Flughafen das letzte Flugzeug abgehoben. Grund: Die teils mehr als 60 Jahre alte Start- und Landepiste musste erneuert werden. 16,8 Millionen Euro hat dieser Eingriff gekostet. 60.000 Tonnen an Material wurden dafür abgetragen. Kommenden Dienstag startet endlich wieder der Normalbetrieb. Um 10.30 Uhr landet die erste Maschine - ein AUA-Flieger aus Wien.

„Die ersten Wochen werden aber ruhig sein. Der November war auch bisher schon immer der schwächste Monat“, erzählte Flughafen-Direktor Marco Pernetta beim Lokalaugenschein der „Krone“ am Freitag. Vorerst wird es nur zwei tägliche Wien-Flüge geben, bis zum 30. Oktober kann man zudem einmal pro Tag nach Frankfurt fliegen. Frankfurt wird dann komplett eingestellt – die „Krone“ berichtete darüber. Im November gibt es dann neben Wien nur noch je zwei Flüge pro Woche nach Amsterdam und Berlin. Erst im Dezember wird wieder mehr Flugbetrieb herrschen.

45 bis 50 Flugzeuge
„Wir gehen davon aus, dass wir im Dezember 70 bis 80 Prozent des Vor-Pandemie-Aufkommens haben werden“, sagt Pernetta beim Spaziergang über das komplett neue Flugfeld – doch dazu später mehr!

An Spitzen-Samstagen im Winter starteten und landeten vor Corona 60 Flugzeuge am Airport Innsbruck, bis zu 18.000 Passagiere wurden abgefertigt. „Wir gehen heuer an den Spitzentagen von maximal 45 bis 50 Maschinen und etwa 14.000 Passagieren aus“, so Prokurist Patrick Dierich.

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Wir gehen davon aus, dass wir im Dezember 70 bis 80 Prozent des Vor-Pandemie-Aufkommens haben werden.

Marco Pernetta

Edinburgh und Brüssel
Neu im Programm: Zwei wöchentliche Flüge mit Transavia nach Brüssel sowie Flüge nach Luxemburg und in die schottische Hauptstadt Edinburgh. Außerdem wird es dank Easyjet zusätzliche Flüge nach Amsterdam geben. „Wenn der Dezember normal verläuft, dann kommen wir heuer auf 100.000 Flugpassagiere“, sagt Direktor Pernetta. Das sind weniger als zehn Prozent eines normalen Jahres. 2019 waren es noch 1,14 Millionen

70 Kilometer Kabel
Die Arbeiten an der Piste sind bereits abgeschlossen. Vier Wochen lang waren bis zu 120 Mitarbeiter gleichzeitig beschäftigt, das Flugfeld zu erneuern. „Die untersten Schichten sind aus den 1960er-Jahren, viermal wurde in der Folge darüber eine neue, jeweils vier Zentimeter dicke Schicht aufgetragen. Zuletzt 1999“, sagt Alexander Strasshofer, technischer Leiter am Flughafen. Nun wurde eine 14 Zentimeter Schicht abgenommen und zwölf Zentimeter neu aufgetragen. „60.000 Tonnen Material wurden abgetragen“, zeigt Strasshofer auf. 50.000 Meter Alt-Kabel wurden entfernt, 70.000 Meter neue verlegt. Weiters wurden 400 Fertigungsschächte gesetzt und 400 neue Lampen um und im neuen Flugfeld installiert.“

Markus Gassler
Markus Gassler
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