11.10.2021 10:06 |

Historiker begeistert

Römersiedlung in Globasnitz wird immer größer

Geophysiker und Historiker sind begeistert: Bei ihren Untersuchungen des Bodens in Globasnitz stießen sie auf weitere Funde.

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Es ist ja bekannt, dass die Römerstraße von Virunum bei Maria Saal durch Globasnitz führt. Das ehemalige römische Siedlungszentrum wurde einst nach der Gottheit Iuenna benannt, wovon sich auch die Bezeichnung Jauntal ableitet. „Iuenna gehörte zum damaligen Stadtgebiet Virunum“, sagt der ÖAW-Archäologe Helmut Schwaiger. Und das macht Globasnitz für die Wissenschaftler interessant.

Römer in Globasnitz 
„Bei uns wird seit 3500 Jahren Geschichte geschrieben. Das bezeugen auch die laufenden archäologischen Untersuchungen“, meint Bürgermeister Bernard Sadovnik. Diese Woche waren die Experten wieder vor Ort und haben die im Sommer begonnenen Bodenuntersuchungen, also geophysikalische Erdmessungen, fortgesetzt. ÖAW-Koordinator Schwaiger: „Unser Ziel ist, das gesamte antike Ortsbild sichtbar zu machen.“

Spuren belegen Aktivität
Unter anderem stießen die Experten auf eine Straße mit zahlreichen Grabbauten, konnten mittels Radar auch sensationelle Aufnahmen von einem römische Siedlungskomplex machen. Schwaiger: „Damit haben wir jetzt viele weitere Spuren aus römischer Zeit im ehemaligen Juenna sichtbar gemacht.“ Für den Archäologen ist das ein erster Schritt: „Wir gehen davon aus, dass wir noch weitere römische Bauten entdecken werden.“

Straße entdeckt 
Zudem konnte Radarexpertin Franziska Reiner vermutlich eine mittelalterliche Straße auf dem Bildschirm entdecken, die in Richtung Jaunstein führt. Schwaiger: „Wir kommen wieder und werden sämtliche freien Flächen in diesem geschichtsträchtigen Ort mit dem Bodenradar untersuchen.“

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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