08.10.2021 11:08 |

Pressefreiheit-Kampf

Friedensnobelpreis an Journalisten Ressa & Muratow

Die wichtigste politische Auszeichnung der Welt geht heuer an Maria Ressa und Dimitri Muratow. Die Journalisten wurden für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden ist, ausgezeichnet. Das teilte das Nobelkomitee am Freitagvormittag in der norwegischen Hauptstadt Oslo mit.

Das Duo stünde „für alle Journalisten, die sich für dieses Ideal einsetzen in einer Welt, in der Demokratie und Pressefreiheit zunehmend gefährdet sind“, so die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. Mit der Auszeichnung für Ressa und Muratow solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit weltweit unterstrichen werden.

Ressa ist Geschäftsführerin der Online-Nachrichtenseite „Rappler“, die sich für Pressefreiheit auf den Philippinen einsetzt. Sie nahm erst kürzlich am dreitägigen Weltkongress des Internationalen Presse Instituts (IPI) in Wien teil - allerdings war sie nur online zugeschalten, da ihre Gerichte verbaten, für den Kongress nach Wien zu reisen. Muratow gründete die unabhängige russische Zeitung „Nowaja Gaseta“ und war bis 2017 deren Chefredakteur.

Im Vorjahr war der Preis an das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) gegangen. Es wurde für seine Bemühungen im Kampf gegen den Welthunger und gegen die „Verwendung von Hunger als Waffe in Kriegen und Konflikten“ ausgezeichnet.

Mehr als 300 Nominierungen
Insgesamt waren heuer 329 Menschen - darunter auch Ex-US-Präsident Donald Trump - und Organisationen nominiert gewesen. Nur zweimal in der Geschichte gab es mehr Kandidaten für den Friedensnobelpreis, wie das Karolinska-Institut in Oslo Anfang März mitteilte.

Auszeichnung ist mit 980.000 Euro dotiert
Verliehen werden die Preise alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamit-Erfinders und Stifters Alfred Nobel. Pro Kategorie gibt es seit dem Vorjahr ein Preisgeld in der Höhe von zehn Millionen Schwedischen Kronen (umgerechnet rund 980.000 Euro).

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden die Nobelpreise allerdings auch in diesem Jahr in den Heimatländern der Preisträger und nicht wie üblich bei einer Zeremonie im Stockholmer Konzerthaus übergeben.

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