Nach Turbulenzen

Fischer-Chef: „Wir brauchen Normalbetrieb-Winter“

Ein Skifahrer, der im Tiefschnee seine Spur zieht, ist auf dem Foto zu sehen, das den Spruch „Skifahren ist kein Lifestyle, es ist Leben“ ziert. Seine Mission trägt Fischer Sports auf der Zentrale in Ried in Bild und Wort nach außen. Der Ausfall des letzten Tourismus-Winters hat beim Sportartikelhersteller Spuren hinterlassen.

„Positiv angespannt“ - so beschreibt Fischer-Sports-Geschäftsführer Franz Föttinger seine Gemütslage, wenn er an die kommenden Wochen und Monate denkt. Die Folgen der Corona-Situation sind beim Sportartikelhersteller spürbar, der Großbrand im Herbst des letzten Jahres im firmeneigenen Ski-Werk in der Ukraine sorgt für Produktionsengpässe. „Es ist eine sehr herausfordernde Situation“, verrät der 52-Jährige.

Föttinger beschönigt nichts. „Wir sind abhängig vom Wintertourismus“, sagt er. Vor allem im Alpinbereich sind die Corona-Folgen für die Innviertler enorm. Weil die Lager noch voll sind, kauften Verleiher fast nichts für die Saison 2021/22 ein. In Deutschland gab’s enorme Nachfragerückgänge. „Dort hat’s uns am stärksten erwischt“, sagt Föttinger, der betont: „Wir brauchen einen Normalbetrieb-Winter.“ Immerhin: Die Skitouren und Langlauf-Bereiche legten zu - „wir waren da aber vergangenen Winter relativ schnell ausverkauft, konnten nicht mehr liefern“, so Föttinger.

Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein und der Trend zum Outdoor-Sport helfen dem Sportartikelhersteller: „Das ist eine Riesenchance für uns“, sagt Föttinger, der zum Ausgleich selbst viel Sport betreibt. Seine Devise, um in Krisensituationen den Überblick zu bewahren? „First things first“, sagt er. Also: Das Wichtigste zuerst.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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