13.09.2021 08:54 |

Kritik an Regierung

Erwin Steinhauer: Grüne sind „größte Enttäuschung“

Kurz vor seinem 70. Geburtstag am 19. September übt Publikumsliebling und Filmschauspieler Erwin Steinhauer Kritik an der österreichischen Innenpolitik. In einem Interview erklärte er, die Grünen seien für ihn eine der „größten Enttäuschungen“. 

Während Kanzler Kurz beweise, dass es keine FPÖ brauche, um FP-Politik zu machen, seien die Grünen „eine der größten Enttäuschungen meines Lebens in der letzten Zeit“, erklärte Steinhauer in einem Interview mit der Austria Presse Agentur.

„Immer Grün-Wähler“
„Aber da bin ich sicher nicht allein. Wenn es jetzt Wahlen gäbe, wären sie wohl einstellig. Nach Bruno Kreisky war ich immer Grün-Wähler. Was ich in Zukunft wählen werde, weiß ich nicht. Die Grünen müssten viel mehr auf Konfrontation gehen. Und ich denke, sie könnten damit auch Erfolg haben“, sagte er.

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Was ich in Zukunft wählen werde, weiß ich nicht. Die Grünen müssten viel mehr auf Konfrontation gehen.

Erwin Steinhauer

Justizministerin Alma Zadic und Umweltministerin Leonore Gewessler zeigten zwar „unvergleichliches höheres Niveau“ in ihrer Arbeit als andere, hätten aber gegen einen Regierungspartner, der sich „mit allen Mitteln, auch jenen der Unwahrheit, an die Macht klammert“, keine Chance. „Wenn jemand so den Parlamentarismus verhöhnt wie Herr Blümel, bleibt mir der Mund offen stehen.“

Radikale Maßnahmen nötig
Es stimme ihn traurig, dass die SPÖ daraus keinerlei Kapital schlagen könne. Die Frage, wo er sich in der Konfliktlinie Rendi-Wagner - Doskozil denn einordnen würde, beantwortet der „familiär verwurzelte Sozialdemokrat“ überraschend: „Bei Barbara Blaha. Und Andreas Babler. Das wäre die Sozialdemokraten, die für mich Zukunft bedeuten würden.“

Und in der Zukunft werde es ohne radikale Maßnahmen nicht gehen, ist der bald 70-Jährige, der drei Kinder und drei Enkel hat, sicher. Anders sei die Klimakrise nicht zu bewältigen.

„Wir sehen den Gefahren ins Auge. Aber wir reagieren nicht, weil die Politik glaubt, der Bevölkerung nichts zumuten zu können. Das sehen wir jetzt auch beim Herumlavieren in Sachen Corona-Impfung. Es geht der Politik immer nur um Machterhalt. Dabei ist klar, dass wir mit fossilen Brennstoffen den Planeten ruinieren. Es kann so nicht weitergehen. Und es wird wehtun“, sagt Steinhauer. Gleichzeitig stehe die Demokratie „auf ganz schwachen Beinen. Und je besser es uns geht, desto wackliger werden sie.“

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