08.09.2021 15:37 |

Erste Ergebnisse da

Alpaka „Geronimo“ hatte keine Rindertuberkulose!

„Geronimo“ ist das wohl berühmteste Alpaka der Welt. Monatelang wurde um das Leben des Tieres gerungen, am Ende vergeblich. Das Tier war zweimal positiv auf Rindertuberkulose getestet und Ende August unter großem Protest eingeschläfert worden. Dessen Besitzerin Helen MacDonald war davon überzeugt, dass „Geronimo“ an keiner Krankheit litt. Nun legt sie nach: Eine vorläufige Obduktion habe ergeben, dass das Tier keinerlei Anzeichen von Rindertuberkulose aufgewiesen hätte.

„Nun, wir haben es überstürzt“, so lautet eine Liedzeile aus dem Song „Geronimo“ der Band Sheppard - und was könnte auf das gleichnamige, nach langem Kampf getötete britische Alpaka „Geronimo“ besser zutreffen? Das Tier war zweimal positiv auf Rindertuberkulose getestet worden, laut dessen Besitzerin Helen MacDonald aber ohne Symptome und vollkommen gesund.

„Keine Anzeichen von Rindertuberkulose“
Die resolute Frau setzte sich monatelang für das Leben des Tieres ein, erreichte sogar Premier Boris Johnsons Fürsprache - doch die Behörde für Tier- und Pflanzengesundheit blieb hart, „Geronimo“ wurde Ende August eingeschläfert. Laut Helen Macdonald völlig zu Unrecht. Sie sagte heute, eine vorläufige Obduktion habe ergeben, dass das Tier keine Anzeichen von Rindertuberkulose aufgewiesen habe, zitiert sie „The Sun“. Allerdings seien die finalen Ergebnisse erst in etwa drei Monaten verfügbar.

Besitzerin fordert Rücktritt von Umweltminister
MacDonald fordert nun den Rücktritt von Umweltminister George Eustice. Dieser hatte den Tod des sechsjährigen Tieres angeordnet, „um eine stärkere Überprüfung der zahlreichen Versäumnisse der Regierung bei der Bekämpfung der Rindertuberkulose bei Rindern, Alpakas und Dachsen zu vermeiden“. Die Krankheit ist in Großbritannien ein großes Problem.

„Er hat die Welt berührt“
"Ich vermisse ihn. Aber ich werde ihm die Ehre erweisen, für ihn zu kämpfen und sicherzustellen, dass sein Vermächtnis für alle Tiere weiterlebt“, so MacDonald zur Presse vor dem Gebäude der zuständigen Behörde Defra in London: "‘Geronimo‘ war ein Segen in meinem Leben. Er hat die Welt berührt. Er wurde von sehr vielen Menschen geliebt und geschätzt, und er lebt weiter.“

Besitzerin drängt auf weitere Tests
In der Erklärung, auf welche sich MacDonald stützt, heißt es: „Wie von Dr. Iain McGill und Dr. Bob Broadbent geprüft, ist der vorläufige Brutto-Post-Mortem-Befund negativ für sichtbare Läsionen, die typisch für Rindertuberkulose sind.“ Während Helen nun auf weitere Untersuchungen drängt, befindet die leitende Veterinärmedizinerin Christine Middlemiss: „Wir haben die erste Post-Mortem-Untersuchung von ‘Geronimo‘ abgeschlossen.“ Für MacDonald und fast 150.000 Briten, die per Online-Petition für „Geronimos“ Leben gekämpft hatten, eine Ohrfeige, deren Echo wohl noch lange nicht verklingt. 

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