533 von 536 Stimmen

Kurz mit 99,4 Prozent als ÖVP-Obmann wiedergewählt

Sebastian Kurz ist beim ÖVP-Parteitag am Samstag in St. Pölten mit 99,4 Prozent als Obmann der Volkspartei bestätigt worden. Er bekam 533 von 536 abgegebene Stimmen. Der 35-Jährige hat damit das Ergebnis bei seinem ersten Antritt 2017 (98,7 Prozent) noch übertroffen. „Ich nehme die Wahl und möchte mich wirklich für diesen starken Rückhalt bedanken. Das gibt mir sehr viel Kraft“, sagte Kurz nach der Ergebnisverkündung.

Zwei der drei Vizes von Kurz schafften gar die 100 Prozent, nämlich Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Die Bregenzer Stadträtin Veronika Marte wurde wie Kurz mit 99,4 Prozent zur Parteivize gekürt. Für Finanzreferent Andreas Ottenschläger gingen sich ebenfalls 100 Prozent aus.

Keine Überraschungen bei Wahlrede
Kurz hat in seiner Wahlrede am Parteitag keine Überraschungen gebracht. Thematisch bekräftigte er, was im Vorfeld bekannt war. Aufhorchen ließ er mit einer Kampfansage an die Opposition und seine Gegner. Er sei durch die harten Attacken und Angriffe sowie die Ermittlungen gegen seine Person „stärker und entschlossener“ geworden: „Wir werden allen Gegenwind aushalten.“ 

Inhaltlich widmete er sich den aktuellen Top-Themen und formulierte fünf Bereiche, von denen er glaube, „dass sie für unser Land wirklich wichtig sind“: Entlastung, Arbeit, Ökologisierung, Digitalisierung und Migration.

Kurz appelliert an Impfbereitschaft
In Sachen Corona appellierte Kurz einmal mehr an die Menschen, sich impfen zu lassen. Das Virus werde nicht verschwinden, „wir müssen mit dem Virus leben“. Die Rechnung sei einfach: Je mehr Geimpfte, desto weniger Erkrankte. Je mehr Geimpfte, desto weniger Wirtschaftseinbruch. Je mehr Geimpfte, desto weniger Arbeitslose. Das Ziel sei es, dass Corona die Freiheit, das Leben und die Wirtschaft nicht mehr einschränke. Nicht mehr der Lockdown sei die Antwort, sondern die Impfung.

FPÖ ortet „heiße Luft und Blendgranaten“
Kritik kam von der FPÖ, die Kurz mit einem Sektenführer verglich. Auch die demonstrative Härte der ÖVP in der Migrationspolitik werteten die Freiheitlichen lediglich als „kosmetische Bereinigungen“. Die „schwarz-türkisen Integrationsversager“ hätten nur ungedeckte Schecks ausgestellt, so Generalsekretär Michael Schnedlitz: „Heiße Luft und politische Blendgranaten waren die Hauptbestandteile des heutigen ÖVP-Parteitags, auf dem Sebastian Kurz wie einem Sektenführer gehuldigt wurde.“

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