Im Mühlviertel

Julius (1) stürzte von Opas Balkon vier Meter ab

Das Schicksal ist oft erbarmungslos: Nur ein Augenblick der Unachtsamkeit kann ausreichen und ein schweres Unglück passiert. So wie im Fall des einjährigen Julius aus Rohrbach-Berg, der am Samstag kopfüber vom Balkon der Großeltern gestürzt war. Seine dreijährige Schwester hatte heimlich die Tür geöffnet.

Der einjährige Julius und die dreijährige Josefine waren am Samstag ohne ihre Eltern bei Oma und Opa in Rohrbach-Berg zu Gast gewesen. Die Kinder verbrachten dort einen vergnüglichen Nachmittag, genossen den Aufenthalt und spielten teils ausgelassen. In einem unbeobachteten Moment öffnete das Mädchen dann leider die Schiebetür zum Balkon und spazierte hinaus.

Über Geländer gebeugt
Dass die Neugierde der älteren Schwester für den Einjährigen dramatische Folgen haben sollte, zeigte sich schließlich gegen 17.45 Uhr. Denn unglücklicherweise folgte ihr der Kleine auf den Balkon. Er kletterte auf eine Liege und beugte sich über das Geländer. Dabei verlor er aber plötzlich das Gleichgewicht und stürzte aus etwa vier Metern Höhe kopfüber auf einen steinernen Terrassenboden.

Bub weinte
Das Weinen des Buben schreckte seine Großeltern auf, sie setzten sofort die Rettungskette in Gang. Ein Notarzt sowie Rot-Kreuz-Sanitäter kümmerten sich um den verletzten Buben.

Nach Linz geflogen
Er wurde vom Team des ÖAMTC-Rettungshelikopters Christophorus 10 in den MedCampus IV des Kepler Uniklinikums Linz geflogen. Wie sich herausstellte, dürfte den kleinen Julius beim dramatischen Sturz ein Schutzengel zur Seite gestanden sein. Umfangreiche medizinische Untersuchungen bestätigten, dass der Bub erstaunlicherweise keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten hatte. Er wurde am Sonntag dort auf der Normalstation betreut.

Anzeige droht
Den geschockten Großeltern droht nun als Folge des Unglücks eine Anzeige wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Samstag, 18. September 2021
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