Ob es diesmal sein endgültiger Abschied von der Davis-Cup-Bühne ist, kann Koubek noch nicht sagen. Im Falle eines Sieges gegen die Franzosen würde es schon vom 8. bis 10. Juli im Viertelfinale daheim gegen Kroatien oder Deutschland weitergehen. Ob der schon jetzt aus den Top 200 der Weltrangliste gefallene Villacher dann überhaupt noch ein Thema wäre, ist noch nicht abzuschätzen.
Forget hat Respekt vor Koubek
Schaller jedenfalls weiß um die Qualitäten des 34-Jährigen wie auch um dessen in 38 Davis-Cup-Einzeln erworbene Routine. "Ich bin guter Dinge, dass er die Kastanien aus dem Feuer holen kann", erklärte Schaller zuversichtlich, und Österreichs Topmann Jürgen Melzer fügte hinzu: "Für Stefan spricht ganz klar die Erfahrung." Selbst Frankreichs Kapitän Guy Forget hat Respekt vor Koubeks Davis-Cup-Karriere.
Vom Weltranglisten-206. erhofft sich Schaller durchaus einen Punkt, auch wenn es gegen einen Top-30-Spieler losgeht. Zuletzt hat Koubek vor mehr als einem Jahr in Dubai einen Spieler dieser Größenordnung besiegt, nämlich den damals auf Rang 34 rangierenden Spanier Feliciano Lopez. Die Spielstärke der Weltelite ist Österreichs Nummer vier aber nicht unbekannt, hat er doch erst im Dezember wieder mit dem Weltranglisten-Zweiten Roger Federer trainiert.
"Ich werde bis zum Ende kämpfen"
Grundsätzlich sieht Koubek zwischen einem Weltranglisten-50. (Frankreichs zweiter Einzelspieler Jeremy Chardy liegt auf Rang 55) und dem 200. nicht viel Unterschied. "Bei einem Davis Cup mit dem Publikum im Rücken kann man da als schlechter platzierter Spieler schon über sich hinauswachsen." Am Einsatz soll es jedenfalls nicht liegen. "Ich werde bis zum Ende kämpfen. Das Spiel gegen Frankreich ist eine Chance, die wir sehr lange nicht gehabt haben."
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