18.08.2021 06:30 |

Mürzzuschlag

Nach Impfskandal: Kein Berufsverbot für Ärztin

Die Impf-Panne im Böhler-Werk - eine Ärztin hatte Spritzen mehrfach verwendet - hat bis heute noch keine rechtlichen Folgen für die Medizinerin.

Vergangenen Mai sorgte eine Corona-Impfaktion beim Böhler-Werk in Mürzzuschlag für Schlagzeilen. Nachdem die verantwortliche Medizinerin Impfnadeln mehrfach verwendet hatte, mussten sich, wie berichtet, knapp 60 Personen einem HIV- und Hepatitis-Test unterziehen. Viele fragen sich heute - knapp drei Monate später -, welche Folgen diese Aktion hatte.

Entlassung aber kein Berufsverbot
„Meines Wissens nach zogen die Betroffenen keinen Schaden aus der Aktion. Die Ärztin wurde nach Bekanntwerden des Falles allerdings sofort entlassen“, stellt Martin Novak von der Ärztekammer Steiermark fest. 

Ein endgültiges Berufsverbot wurde bis heute aber nicht erteilt. Diese Vorgehensweise empört vor allem die FPÖ: „Für uns ist unfassbar, dass seitens des Landeshauptmannes noch kein Berufsverbot für die Ärztin verhängt wurde. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so der Klubobmann der Freiheitlichen, Mario Kunasek.

Nach einer eingebrachten Sachverhaltsdarstellung durch den Impfstraßenbetreiber VAMED ist seit Mai auch die Staatsanwaltschaft Leoben mit dem Fall beschäftigt. Laut Sprecher Andreas Riedler sind die Ermittlungen aber noch nicht abgeschlossen, da wichtige medizinische Testergebnisse noch ausständig sind.

Andrea Dettenweitz, Kronen Zeitung

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