Ortschef dementiert

Bürgermeister in Sumpf der „Reichsbürger“ gezogen

Das eher beschauliche Hochburg-Ach (Bezirk Braunau) schaffte es 2017 in die Schlagzeilen. Bei einem Cobraeinsatz klickten für Staatsverweigerer die Handschellen. Nun sorgt ein Brief für Wirbel: VP-Ortschef Martin Zimmer soll die „Reichsbürger“ unterstützt haben. Er dementiert.

„Ich wurde vor sechs Jahren um die Weiterleitung einer E-Mail gebeten und habe mir nichts dabei gedacht, da es sich um eine Veranstaltung über Steuerersparnisse handelte. Ich konnte nichts Illegales erkennen“, weist Hochburg-Achs ÖVP-Bürgermeister Martin Zimmer den Vorwurf der Unterstützung von rechten Staatsverweigerern entschieden zurück. Es habe sich bei der Weiterleitung um einen Nachbarschaftsdienst gehandelt. „Damals war ich nicht einmal ein Gemeinderat“, stellt Zimmer klar.

E-Mails im Umlauf
Mit seiner Kür zum Vizebürgermeister 2017 wurde er dann erstmals mit der Thematik konfrontiert. „Plötzlich waren meine E-Mails im Umlauf. Ich kann mir das nur so erklären, dass – von wem auch immer – meine private E-Mail-Adresse gehackt wurde. Ich habe den Fall aber nicht angezeigt“, erklärt Zimmer. Die ÖVP-Landesparteispitze informierte er aber sehr wohl über die im Raum stehenden Vorwürfe. Eine Stellungnahme dazu wollte die ÖVP nicht abgeben. Zimmer überrascht es wenig, dass das Thema vor der Wahl nun erneut auftaucht. In seinem Ort scheint das politisch Klima vergiftet zu sein.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 24. September 2021
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