„Ich hab’ mit zwölf Jahren mit dem Alkoholtrinken angefangen“ – die Aussagen einer 21-Jährigen am Landesgericht Linz boten Einblick in ein junges und trauriges Leben. Sie stach im Alkohol- und Drogenrausch auf ihren Freund ein.
Weil sie im Vorjahr ihrem Freund im Drogen- und Alkoholrausch ein Küchenmesser in den Bauch gerammt hatte, saß sie vorm Schöffensenat. „Ich kann mich an die Tat nicht erinnern“, sagt die Linzerin. Vor der Tat hatte sie eine normale Tagesration an Alkohol – zumindest ein „Sechsertragerl“ Bier – getrunken. Mit einer Bekannten – „Freunde haben mein Mann und ich keine“ – ging’s mit Vodka und Obstlikör weiter.
Den genoss man auch mit einem Freund des späteren Opfers. „Stamperlweise“, so die 21-Jährige. Dazu habe man mehrere Cannabis-Bongs geraucht. „Das habe ich mir selbst verschrieben, weil die Schmerzmittel nicht mehr wirken“, erklärt die junge Arbeitslose, die drei Vorstrafen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vorweisen kann.
Borderline, ADHS und Depressionen
Die Schmerzen habe sie, seit sie im Jahr 2022 „vom zweiten Stock geschubst“ worden war und einen Wirbelsäulenbruch erlitten hatte. „Ich musste wieder neu laufen lernen“, so die Angeklagte, die an Borderline-Syndrom, ADHS und Depressionen leidet.
Freund will mit ihr zusammenbleiben
Und ausgerechnet ihrem Freund, mit dem sie seit zwei Jahren beisammen ist, der ihr „immer zur Seite steht“, stieß sie das Messer hinein. „Was hab’ ich bloß getan?“, soll sie gerufen haben. Laut dessen Freund, der bei der Tat zu Besuch war und den sie „angebaggert“ habe, wegen Eifersuchtsstreitereien. Ihr Freund will auch nach der abgesessenen Gefängnisstrafe bei ihr bleiben. Das Urteil, zwei Jahre Haft, davon acht Monate unbedingt, ist nicht rechtskräftig.
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