29.07.2021 07:00 |

Großbrand in Mieders

Einsatzkräfte verhinderten das Schlimmste!

Sieben Feuerwehren bekämpften am Dienstagabend den Brand eines ehemaligen Hotels in Mieders, das zu einem Wohnhaus umfunktioniert war. Die Bewohner, eine libanesische Familie und Arbeiter des Brennerbasistunnels, brachten sich rechtzeitig in Sicherheit. Zwei Nachbarn wurden verletzt, der Schaden ist enorm.

„Wir wurden um 20.43 alarmiert“, sagt Karl Pajk, Kommandant der Feuerwehr Mieders. „Bei unserer Ankunft stand der hintere Teil des Gebäudes bereits in Vollbrand, es hieß, dass sich noch eine Person auf einem Balkon befinde.“ Daher durchsuchte der Atemschutztrupp sofort alle Räumlichkeiten. Zum Glück hatten aber doch alle Bewohner rechtzeitig das Haus verlassen können. Mittlerweile waren auch die Berufsfeuerwehr Innsbruck und die Wehren aus Fulpmes, Neustift Telfes und Schönberg vor Ort eingetroffen. Und auch die Haller Florianijünger unterstützten die Einsatzkräfte.

Als größtes Problem bei der Brandbekämpfung stellte sich laut Einsatzleiter Pajk der ständig drehende Wind heraus. So bedrohte das Feuer die Nachbargebäude, aus denen zahlreiche Personen vorübergehend evakuiert werden mussten. „Zwei Bewohner eines Nachbarhauses griffen noch während unserer Anfahrt zur Selbsthilfe“, sagt Kommandant Pajk. „Sie nahmen den Gartenschlauch und kühlten die Windläden ihres Hauses.“ Auf diese Weise haben sie einen bedeutenden Beitrag geleistet, dass der Brand nicht überschlug.

Allerdings erlitten die beiden dabei eine Rauchgasvergiftung. „Glücklicherweise konnten sie umgehend wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden“, informiert der Miederer Bürgermeister Daniel Stern.

Erst gegen 4 Uhr früh waren die Löscharbeiten beendet. Der westliche Teil des ehemaligen Hotels konnte nicht gerettet werden, die Feuerwehren verhinderten jedoch ein Übergreifen auf weitere Gebäude in dem eng bebauten Gebiet.

Elf Mitglieder einer libanesischen Familie erhielten in der Brandnacht Quartier im benachbarten Hotel Serles. „Ich habe dem Bürgermeister sofort dieses Angebot gemacht“, sagt Hotelier Josef Weichinger.  Wie viele Personen sich tatsächlich im ehemaligen Sporthotel Schönblick bei Brandausbruch aufhielten, konnte BM Stern nicht sagen. Alle haben für die nächsten Tage jedenfalls ein Dach über dem Kopf, die Caritas wurde eingeschaltet.

Die Brandursache ist unklar, Ermittlungen laufen.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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