Wenn in nächster Zeit der Lkw-Verkehr rund um Mattersburg deutlich zunimmt, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass auch die Wirtschaft plötzlich so laut brummt. Viel wahrscheinlicher ist die Ursache dafür die Auflassung der Frachtbahnhöfe in Mattersburg und Wisen-Spieß. Laut ÖBB sei die Einstellung der Güterverladung unvermeidbar gewesen – aus wirtschaftlichen Gründen. Im vergangenen Jahr wurden nur noch 511 Waggons beladen, schlichtweg zu wenig, dass sich der Erhalt der zwei Bahnhöfe rentiert.
ÖBB "selbst schuld an dem Rückgang des Frachtverkehrs"
Anders sehen das viele der ehemaligen Kunden der "Rail Cargo". Der Ärger ist groß. Denn über die Einstellung des Bahnbetriebs wurden die Firmenchefs lediglich kurzfristig per E-Mail informiert. Einige klagen auch über Einbußen. Wie etwa das Betonwerk Koch mit Sitz in Walbersdorf. Erst 2010 hatte der Betrieb noch 40.000 Euro in ein Anschlussgleis investiert.
Die Betriebe überlegen nun, ein anderes Bahnunternehmen zu beauftragen. "Die ÖBB ist selbst schuld an dem Rückgang des Frachtverkehrs", meinte Firmenchef Josef Koch. Fünf Tage dauere der Bahntransport nur nach Gänserndorf – mit dem Lkw nach England lediglich eineinhalb Tage.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.