Kollaps am Berg

4 Stunden Bergung im Dunkeln aus steilem Gelände

Oberösterreich
22.07.2021 18:00

Zu einer nächtlichen Bergung vom Lahnfriedsteig oberhalb der Koppenwinklalm in Obertraun, wurden die Einsatzkräfte gerufen. Die 28-jährige Wanderin brach beim Abstieg über den Steig zusammen. Die Bergrettung leitete daraufhin eine terrestrische Bergung mit der Gebirgstrage ein, die aufgrund der Steilheit großteils mit Seilversicherung durchgeführt werden musste. In der Koppenwinklalm wurde die Verletzte dem Notarzt übergeben und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus verbracht.

Die vier tschechischen Freunde fuhren um etwa 11 Uhr zum Wandern mit der Seilbahn auf den 2100 Meter hohen Krippenstein auf. Dabei planten sie mit einer App eine ausgedehnte Wanderung übers Hochplateau Richtung Lahnfriedalm mit anschließenden Abstieg über den Lahnfriedsteig in die darunterliegende Koppenwinklalm in Obertraun. Ortskundige Bergsteiger planen aufgrund der Länge und des Geländes eine Tagestour ein.

Die Verletzte wird per Trage abtransportiert (Bild: Bergrettung Obertraun)
Die Verletzte wird per Trage abtransportiert

Schon zehn Stunden unterwegs
Die Gruppe war bereits zehn Stunden unterwegs, als beim Abstieg in etwa 900 Meter Seehöhe die 28-jährige Frau kollabierte. Sie war nicht mehr ansprechbar und reagierte nicht mehr auf ihre Freunde. Daher verständigte einer der Begleiter via Notruf die Einsatzkräfte.

Es gab auch eine Hand zum Halten - Danke an die Helfer (Bild: Bergrettung Obertraun)
Es gab auch eine Hand zum Halten - Danke an die Helfer

Nicht mehr erreichbar
Da die Gruppe telefonisch nicht mehr erreichbar war, leitete die Bergrettung Obertraun eine Erkundungsfahrt mit ihren Einsatzquad ein, wobei die Gruppe mittels Lichtzeichen lokalisiert werden konnte. Der Unfallort und die Dunkelheit verhinderten eine Taubergung aus der Luft. Daher machte sich ein Vortrupp auf zur Unfallstelle, um die Lage zu erkunden.

Das Heraustragen der Verletzten aus dem Wald war ein Kraftakt (Bild: Bergrettung Obertraun)
Das Heraustragen der Verletzten aus dem Wald war ein Kraftakt

Viel Personal nötig
Vor Ort stellte sich der Allgemeinzustand sehr schlecht dar, sodass zwei Bergrettungsärzte nachgefordert und die Bergung mittels Gebirgstrage eingeleitet wurde. Der Abtransport erfolge mittels verschiedener Techniken, großteils mit Seilversicherung.

Im Schein ihrer Stirnlampen tasteten sich die Bergretter nach unten (Bild: Bergrettung Obertraun)
Im Schein ihrer Stirnlampen tasteten sich die Bergretter nach unten
Die Helfer geben alles (Bild: Bergrettung Obertraun)
Die Helfer geben alles

33 Helfer im Einsatz
Im Einsatz waren 18 Mann der Bergrettung Obertraun und zehn Retter aus der Nachbarortsstelle Hallstatt, sowie zwei Bergrettungsärzte und drei Beamte der Polizei Bad Goisern. Weiters der NEF Bad Aussee und das Rote Kreuz Bad Goisern.

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