22.07.2021 06:49 |

Waldbrand verursacht?

US-Ehepaar wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Ein Ehepaar aus Kalifornien muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Sie sollen durch das Zünden einer Rauchbombe im vergangenen Jahr einen Waldbrand ausgelöst haben. Bei den Löscharbeiten kam ein Feuerwehrmann ums Leben.

Die beiden Angeklagten hatten im September eine sogenannte Gender-Reveal-Party organisiert. Dabei verraten werdende Eltern vor Familie und Freunden das Geschlecht des noch ungeborenen Kindes. Bei der besagten Party in Südkalifornien kam auch Pyrotechnik zum Einsatz. Doch die gut gemeinte Show geriet außer Kontrolle. Trockenes Gras im El Dorado Ranch Park, wo die Feierlichkeiten stattfanden, begann zu brennen und ließ sich nicht mehr mit Wasser aus Trinkflaschen löschen.

Bis zu 20 Jahre Haft drohen
Die schnell um sich greifenden Flammen breiteten sich bis auf eine Fläche von knapp 90 Quadratkilometern aus. Das El-Dorado-Feuer trieb Tausende Bewohner in die Flucht, zerstörte mehrere Häuser und kostete einem Feuerwehrmann das Leben (siehe Tweet unten). Die Behörden hatten zuvor gewarnt, dass angesichts von Hitze und Trockenheit extreme Waldbrandgefahr herrsche und fahrlässiger oder illegaler Umgang mit Feuer strafbar sei.

Das Ehepaar plädierte am Mittwoch auf „nicht schuldig“. Mitte September müssen die Angeklagten wieder vor Gericht erscheinen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen laut US-Medien bis zu 20 Jahre Haft.

Trauriger Rekord im Vorjahr
Kalifornien erlebte im vorigen Jahr die flächenmäßig verheerendste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, mehr als 10.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Nach einem extrem regenarmen Winter haben die Waldbrände an der US-Westküste in diesem Jahr ungewöhnlich früh angefangen. In Kalifornien, Oregon, Washington und im westlichen Kanada brennt es derzeit an Dutzenden Stellen.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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