Digitalisierungstrend

Zettelwirtschaft soll auf Baustellen Ende haben

Baustellen sind sein Fachgebiet - doch in den letzten Wochen kamen für Swietelsky-Chef Karl Weidlinger einige dazu, die Nerven kosten: Lieferengpässe, Preissteigerungen und der immer größer werdende Fachkräftemangel treffen auch den Linzer Baukonzern voll. „Qualifiziertes Personal wird knapp bleiben“, sagt er.

Da bestellt man bei einem holzverarbeitenden Betrieb in Tirol Brettschichtholz, um nach drei Wochen die Info zu erhalten, dass die Lieferung 70 Prozent teurer wird als geplant - „es bleibt dir dann nichts anderes übrig, als klein beizugeben und die Preise zu bezahlen, weil ja mit dem Material geplant wurde“, erzählt Karl Weidlinger über die Schwierigkeiten, mit denen der vom 63-Jährigen geführte Swietelsky-Konzern kämpft.

Auch der wachsende Fachkräftemangel beschäftigt die Linzer. Weil die Wirtschaft in Österreichs Nachbarländern anzieht, kommen weniger Arbeitskräfte nach Österreich. „Wir müssen uns darauf einstellen, aus noch ferneren Ländern Beschäftigte zu haben - dort gibt es aber keine Fachkräfteausbildung“, sagte Weidlinger beim Best-Business-Award-Forum.

Digitale Lösungen sollen helfen, Lücken zu füllen, so Weidlinger. Auch bei der Wimberger-Gruppe denkt man ähnlich. Die Lasberger arbeiten intensiv an der digitalen Baustelle. „Wir wollen soweit kommen, dass wir auf einer Baustelle kein Papier mehr brauchen“, sagt Christian Wimberger. Auch Lieferscheine sollen ins Digitale wandern. „Der Engpass sind da aber die Programmierer“, sagt der Mühlviertler.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 29. September 2021
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