„Krone“-Ombudsfrau

Kein besonderer Ehrgeiz bei Paketzustellung

Ombudsfrau
14.07.2021 10:30

Die Vorfahrt eines Paketzustellers sorgt meist für Freude. Besonders dann, wenn der Empfänger daheim ist und schon auf seine Bestellung wartet. Die Zustellfirmen sorgen aber immer öfter auch für Ärger. Im Fall eines Lesers für besonders großen. Sein Packerl ging nach drei nicht erfolgten Zustellversuchen zurück.

Drei Tage nach seiner Bestellung bei einem Onlineshop fuhr bereits der Paketzusteller vor dem Haus von Harald F. in Salzburg vor. Doch es kam anders als erwartet. „Es stieg niemand aus, und der Lieferwagen fuhr wieder weg. Ich ging sofort zur Tür, doch da war weder ein Paket noch ein Verständigungszettel“, erinnert sich der Leser.

Eine Zustellung des Pakets erfolgte laut Leser nicht (Symbolbild). (Bild: ©Africa Studio - stock.adobe.com)
Eine Zustellung des Pakets erfolgte laut Leser nicht (Symbolbild).

In der elektronischen Sendungsverfolgung konnte er nachlesen, dass er nicht zu Hause gewesen sei und er sein Paket am Flughafen abholen könne. Er beschwerte sich. Mit sehr bescheidenem Erfolg. „Weitere drei Zustellversuche wurden angekündigt, doch kein einziger durchgeführt. Jetzt ist das Paket offenbar zurück auf dem Weg zum Absender“, wandte sich der Salzburger fassungslos an uns.

DPD: An Nachschulungen werde gearbeitet
Dass die Zustellung in diesem Fall nicht optimal verlaufen ist, musste auf Anfrage auch DPD zugeben. Beim Fahrer habe es sich um eine Urlaubsvertretung gehandelt. Man könne den Ärger des Kunden verstehen, bitte aber gleichzeitig um Verständnis, dass es bei neuen Fahrern zu Abweichungen in der Zustellung kommen könne. Es werde bereits an entsprechenden Nachschulungen gearbeitet. Außerdem habe Herr F. selbst eine erneute Zustellung abgelehnt, da er die Produkte schließlich woanders gekauft habe.

Das streitet der Leser jedoch ab. Das Gegenteil sei der Fall. „Nicht ich habe die Zustellung abgelehnt, DPD hat keinen einzigen weiteren angekündigten Zustellversuch tatsächlich ausgeführt. Erst nachdem das Paket auf dem Rückweg war, habe ich die Ware woanders bestellt!“ Ein Gedanke der Ombudsfrau: Vielleicht sollte man auch die Arbeitsbedingungen für die Fahrer verbessern - Stichwort: weniger Zeitdruck - und könnte damit mehr Qualität erreichen.

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