Attacke nach Sperre

Ungarns Minister zur UEFA: „Wie im Kommunismus!“

EURO 2020
10.07.2021 14:43

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat die Europäische Fußball-Union nach der Strafe für das Nationalteam des Landes scharf angegriffen. Die UEFA hatte die ungarische Mannschaft wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland unter anderem mit zwei Heimspielen ohne Fans bestraft.

„Wie es scheint, beschäftigt die UEFA wohlbekannte Zuseher-Spitzel nach Vorbild der (kommunistischen) Betriebskampfgruppen“, schrieb Szijjarto am Samstag auf seiner Facebook-Seite. „Sie haben nichts anderes zu tun, als Berichte darüber zu schreiben, wer was im Publikum gesagt oder nicht gesagt hat.“ So wie im Kommunismus seien „keine Beweise, sondern nur ein Spitzelbericht“ nötig, fügte er hinzu.

Strafen Im Vergleich
Die Disziplinarkammer des Kontinentalverbands hatte am Freitag entschieden, dass Ungarns Fußball-Nationalteam seine nächsten zwei UEFA-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer austragen muss. Für eine dritte Partie gilt eine Bewährung von zwei Jahren. Dazu muss der ungarische Verband eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen.

Zum Vergleich: Der englische Verband FA ist nach der Verwendung eines Laserpointers durch Zuschauer, die Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern einiger Fans im Halbfinale gegen Dänemark mit einer Geldbuße in Höhe von 30.000 Euro davongekommen.

Die Disziplinarkammer begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass ungarische Fans vor Spielbeginn in München nach Angaben der Polizei homophobe Sprechchöre skandiert hätten. Bei den Spielen in der Budapester Puskas-Arena hätten Fans mehrere französische Spieler rassistisch beschimpft und den portugiesischen Star Cristiano Ronaldo übel angefeindet.

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