BP-Bilanz wundersam
41 Mrd. $ Ölpest-Kosten - aber nur 5 Mrd. $ Verlust
Trotz des Milliardenverlustes nimmt BP seine Dividendenzahlungen wieder auf. Der Konzern will seinen Aktionären fürs vierte Quartal sieben Cent je Anteilsschein ausschütten - das ist nur halb so viel wie vor der Ölkatastrophe. "Die Wiedereinführung der Dividende ist eine gute Nachricht für Investoren", sagte Analyst Dougie Youngson von Arbuthnot Securities.
Der Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" im April 2010 nach einer Explosion hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Mit den Folgen wird BP noch lange kämpfen. Die Rechnung für Entschädigungen und Aufräumarbeiten erhöhte sich inzwischen auf fast 41 Milliarden Dollar, entsprechende Rückstellungen wurden bereits vorgenommen. Das ist eine Milliarde mehr als bisher angegeben. Um für die Schäden aufkommen zu können, will sich BP bis Ende des Jahres von Vermögenswerten im Volumen von 30 Milliarden Dollar trennen. Nach eigenen Angaben befindet sich Konzern auf einem guten Weg, dieses selbst gesteckte Ziel zu erreichen.
Im vierten Quartal kletterte der Gewinn wieder auf 4,61 Milliarden Dollar von 3,44 Milliarden Dollar Ende 2009. Allerdings verdankte BP den Anstieg vor allem dem höheren Ölpreis. In den letzten drei Monaten 2010 legte der Ölpreis im Schnitt um zwölf Prozent auf durchschnittlich 85 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Im dritten Quartal hatte musste BP noch einen kräftigen Gewinnrückgang verbucht.











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