Böen mit 250 km/h

Zyklon bedroht Hochwassergebiete Australiens

Ausland
01.02.2011 09:45
Dauerregen, Hochwasser, Stürme: Australien kommt aus meteorologischer Sicht einfach nicht zur Ruhe. Nun braut sich über dem Pazifik bereits neues Unheil zusammen. Laut Wetterdienst UBIMET könnte bereits am Mittwoch Zyklon "Yasi" die Küste von Queensland erreichen, Meteorologen rechnen mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h. Die Premierministerin von Queensland warnte, "Yasi" sei lebensgefährlich und möglicherweise der schlimmste Zyklon aller Zeiten in dieser Gegend.

In der Region wurden bereits Evakuierungen angeordnet. Der Sturm werde voraussichtlich schlimme Niederschläge bringen, sodass sich die Notlage in der überschwemmten Gegend noch verschärfen werde.

Die Schulen in Queensland sollen bis Ende der Woche geschlossen bleiben. Hunderte Krankenhauspatienten wurden in Spitäler in sicheren Regionen geflogen. Sollte der Zyklon tatsächlich mit 250 Kilometern pro Stunde übers Land fegen, sind unzählige Menschenleben in Gefahr.

"Yasi" erreicht Spitzenwerte von 250 km/h
"Yasi" wird voraussichtlich am Mittwoch auf die Küste von Queensland treffen. Auf seinem Weg findet der Zyklon ideale Entwicklungsbedingungen in Form von Wassertemperaturen bis 29 Grad vor. Nach den derzeitigen Modellberechnungen wird der Zyklon mit Mittelwinden um 100 km/h und Spitzenwinden bis 250 km/h zwischen den Städten Mackay und Townsville auf Land treffen - und dabei von heftigem Gewitterregen begleitet sein.

Besonders kritisch ist laut UBIMET die Situation etwas südlich des Zyklon-Kerns, da dort der Wind vom Meer kommend auf die Küste peitscht und die Wellen landeinwärts treibt. "Wo genau 'Yasi' an Land trifft, ist noch unsicher. Generell kann man sagen, dass, je südlicher der Landgang erfolgt, die Situation umso kritischer ist, da dann umso mehr Gebiete betroffen sein werden, die schon in den vergangenen Wochen von den Überflutungen heimgesucht worden sind", prognostizierte Manfred Spatzierer von UBIMET.

Zyklonsaison beginnt früher und dauert länger
Zyklone seien an der Küste von Queensland zwar ein Bestandteil des Sommerwetters, durch das Phänomen "La Nina" seien die Meeresoberflächentemperaturen vor der Ostküste Australiens allerdings besonders hoch, sodass die Zyklonsaison früher und heftiger als sonst begonnen hat und wahrscheinlich noch bis in den April hinein andauern wird.

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