Umfrage zu Covid-Krise

Österreicher haben das schlechteste Bild von EU

Ausland
03.06.2021 11:09

Die Österreicher haben derzeit das schlechteste Bild von der EU. Nur 34 Prozent haben in einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage eine positive Meinung, das ist um 14 Punkte unter dem EU-Durchschnitt. Eine Mehrheit in Österreich und in der EU spricht sich für mehr Kompetenzen der Europäischen Union zur Überwindung der Corona-Pandemie aus.

Acht Prozent der in Österreich befragten Personen haben ein sehr positives Bild der EU, 26 Prozent ein positives. Demgegenüber haben fünf Prozent der Österreicher ein sehr negatives und 22 Prozent ein negatives Bild von der Europäischen Union, 39 Prozent sehen die EU neutral.

Entwickelt sich EU in falsche Richtung?
47 Prozent der Befragten in Österreich gaben an, die Dinge in der EU würden sich in die falsche Richtung entwickeln (49 Prozent im EU-Durchschnitt), ein Drittel sieht die Entwicklung in die richtige Richtung gehen. Mit den EU-Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zeigten sich in Österreich 53 Prozent zufrieden, EU-weit nur 48 Prozent. Die Solidarität unter den EU-Staaten bezeichneten 51 Prozent in Österreich und 53 Prozent EU-weit als nicht zufriedenstellend.

Mehrheit will mehr Kompetenzen für die EU
Dass die EU über mehr Kompetenzen zur Bewältigung der Krise verfügen soll, befürworten 61 Prozent in Österreich und 74 Prozent in der EU. Den Schwerpunkt sollte die EU nach Ansicht der Befragten sowohl in Österreich als auch EU-weit auf den Zugang zu Impfstoffen legen.

(Bild: stock.adobe.com)

NEOS kritisieren Regierung
Kritik kam von den NEOS. Mit ihren „endlosen Attacken“ habe es die türkis-grüne Bundesregierung geschafft, dass die Österreicher die EU am negativsten von allen beurteilen, so Claudia Gamon, NEOS-Europasprecherin und Mitglied des Europäischen Parlaments. Sie erinnerte in einer Mitteilung an die Schuldzuweisungen von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP): „Um von eigenen Fehlern bei der Impfstoffbestellung und bei der Genehmigung von Finanzhilfen abzulenken, haben sie mit unhaltbaren Vorwürfen die europäischen Institutionen angeschüttet und somit das Verhältnis zur Union nachhaltig beschädigt.“

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