28.05.2021 12:54 |

Partys, Kultur, Sport

Corona-Lockerungen: Ab Juli fast alles wie früher

Ab 10. Juni - und rechtzeitig zur Fußball-EM - wird das Leben in Österreich noch ein bisschen lockerer. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ortet nach dem Öffnungsgipfel eine „große Zufriedenheit in allen Bereichen“. Man blicke mit einer positiven Perspektive in die nächsten Monate. Die wichtigsten Details: Die Sperrstunde wird von 22 auf 24 Uhr nach hinten verlegt, die Abstandsregel auf einen Meter reduziert, es dürfen wieder mehr Personen an einem Tisch sitzen. Busreisen werden wieder möglich, Chöre und Musikkapellen dürfen sich wieder treffen. Ab 1. Juli darf dann auch wieder richtig geheiratet werden - ab diesem Zeitpunkt wird auch die Maske reduziert werden. Die 3-G-Regel bleibt uns aber natürlich erhalten.

Kurz zeigte sich am Freitag zufrieden mit der Durchimpfungsrate in Österreich, aber auch mit den positiven Zahlen und Aussichten. Man habe derzeit die „ideale Basis“, die nächsten Öffnungsschritte zu setzen, die im Drei-Wochen-Rhythmus vonstattengehen sollen. Er mahnte aber: „Werden wir nicht übermütig!“ Die 3-G-Regel werde natürlich weiterhin gelten.

Ausnahmeregelung für Formel-1-Grand-Prix?
„Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können wir uns auf einen guten Sommer freuen“, ergänzte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), der vor allem betonte, dass ab 1. Juli alle Personenbeschränkungen bei Veranstaltungen in Sport und Kultur fallen werden. Für den am 27. Juni stattfindenden ersten Formel-1-Grand-Prix in Spielberg ist eine Ausnahmeregelung denkbar.

Die Details der Lockerungen ab 10. Juni:

  • Die Sperrstunde wird ab 10. Juni bis Mitternacht verlängert,
  • die Personenbeschränkung erweitert. So dürfen dann im Innenbereich acht, draußen 16 Personen an einem Tisch Platz nehmen, plus der dazugehörigen Kinder.
  • Outdoor gilt keine Maskenpflicht mehr.
  • Eine große Erleichterung kommt für Chöre und Musikvereine: Proben sollen unter Einhaltung der drei G möglich sein - die Abstands- und Quadratmeter-Regel soll fallen.
  • Auch in Handel, Freizeitbereich, Kultur und Sport wird die Quadratmeter-Regel von 20 auf zehn Quadratmeter reduziert.
  • Auch die eher bei der älteren Bevölkerung beliebten Busreisen werden dann wieder möglich sein.
  • Bei Fahrgemeinschaften von mehr als acht Personen soll die Maskenpflicht gelten.
  • Kulturveranstaltungen dürfen zu 75 statt zu 50 Prozent ausgelastet sein.
  • Mitte Juni werden die Quarantäneregeln überarbeitet, damit Urlaubsreisen vor allem in die Nachbarländer erleichtert werden.

Die Details der Lockerungen ab 1. Juli:

  • Ab 1. Juli darf dann auch wieder geheiratet und im großen Stil Geburtstag gefeiert werden.
  • Die Maske wird ab dann ebenfalls reduziert - im öffentlichen Verkehr oder Teilen des Handels soll sie uns aber noch weiter erhalten bleiben.
  • Bei Sport-, aber auch Kulturveranstaltungen wird es keine Personenbeschränkungen mehr geben.
  • Auch in Innenräumen fällt dann die Maskenpflicht dort, wo 3-G gilt.
  • Die Testpflicht für Kinder liegt künftig beim Alter ab zwölf statt zehn Jahren.
  • Die Nachtgastronomie soll „im Laufe des Sommers“ wieder möglich werden.

Die 3-G-Regel - die Details zum Grünen Pass finden Sie hier - bleibt dem Land natürlich weiterhin erhalten. Je mehr die Impfrate ansteigt, desto mehr werde sich aber vermutlich die Testrate reduzieren, so die Regierungsmitglieder bei der Pressekonferenz.

Alle Impfstoffe in Österreich „unglaublich sicher und effektiv“
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) appellierte in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen, denn damit schütze man nicht nur sich selbst, sondern auch jene, die nicht geimpft werden können. Der Vizerektor der Medizin-Uni Wien, Oswald Wagner, bezeichnete die Corona-Impfung als „Erfolgsgeschichte“. Alle Impfstoffe in Österreich seien „unglaublich sicher und effektiv“, so wie es sich die Wissenschaft gar nicht habe erträumen lassen.

Landeshauptleute aller Bundesländer kamen nach Wien
Anlässlich dieser großen Öffnungsverkündung waren alle neun Landeshauptleute persönlich zu den Beratungen ins Bundeskanzleramt nach Wien gekommen. Heute werde man „einen wesentlichen Schritt in Richtung Normalität und Freiheit setzen“, freute sich der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vor der Sitzung. Wie auch der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) mahnte er, dass man weiterhin vorsichtig bleiben müsse. „Das Virus ist noch nicht besiegt.“ Für Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) braucht es derzeit „Vernunft und Mut. Beides ist notwendig.“

Heike Reinthaller-Rindler
Heike Reinthaller-Rindler
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Montag, 14. Juni 2021
Wetter Symbol