Statement gefordert

Tote in Katar: FIFA-Boss Infantino unter Druck

Sechs nordische Fußball-Verbände haben FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgefordert, während des Weltverbands-Kongresses am (heutigen) Freitag auf die Menschenrechtslage in Katar einzugehen. Sie würden eine „offene Diskussionen“ über die Situation im WM-Gastgeberland begrüßen, schrieben die Verbände aus Dänemark, Norwegen, Finnland, Island, Schweden und Färöer, in deren Ländern zuletzt öffentlich Kritik an Katar laut geworden war.

Zudem forderten die Verbände die FIFA auf, sich für weitere Verbesserungen der Lage in dem Emirat einzusetzen sowie unter anderem Berichte über die Todes- und Verletztenzahlen unter den ausländischen Arbeitern auf mit der WM verbundenen Baustellen zu präsentieren.

Gastarbeiter ausgebeutet
Die WM, die vom 21. November bis 18. Dezember 2022 steigen soll, war 2010 an Katar vergeben worden. Das Emirat steht international immer wieder wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Nach Recherchen des „Guardian“ sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als 6.500 Arbeiter aus fünf asiatischen Ländern in Katar gestorben. Die dortige Regierung erklärte, dass sie in den vergangenen Jahren mit Reformen die Lage der Arbeiter deutlich verbessert habe. Mehrere Nationalverbände hatten sich im März zum Start der WM-Qualifikation in Europa für Menschenrechte eingesetzt und mit Protestaktionen auf die Lage hingewiesen.

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