„Sehr bald“

FIFA-Boss Infantino will Club-WM für Frauen

Der Fußball-Weltverband will eine Club-WM für Frauen-Teams lancieren! Wie Präsident Gianni Infantino in einem Interview mit der französischen Tageszeitung „L‘Equipe“ vom Mittwoch verriet, würde dies „sehr bald“ umgesetzt werden. „Das wird den Frauen-Fußball wirklich revolutionieren“, wurde Infantino zitiert.

In einem solchen Turnier sollen Vertreter aus Europa und der starken US-Liga ebenso dabei sein wie Teams aus Ländern, in denen der Frauen-Fußball in der Entwicklung ist. Infantino äußerte sich gegenüber der Sportzeitung auch zu den schließlich wieder abgeblasenen Plänen der Super League. Es sei Zeit, nicht mehr über Konflikte, sondern über andere Dinge wie finanzielle Probleme und den internationalen Spielkalender zu reden, wiegelte der FIFA-Boss ab. „Lasst uns seriös über einen Salary Cap diskutieren, über Beschränkungen bei Ablösesummen oder eine Deckelung der Provisionen für Spielerberater. Es muss totale Transparenz bei diesen Dingen geben“, meinte Infantino.

Der FIFA-Chef erzielte selbst in der Schweiz vor Gericht einen Sieg. Ein bisherige Ermittler gegen Infantino darf wegen Befangenheit nicht mehr gegen den Top-Funktionär vorgehen. Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona gab einem Antrag Infantinos am Mittwoch statt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der außerordentliche Bundesanwalt Stefan Keller die Pflicht zur Unvoreingenommenheit missachtet habe. Dies zeigten unter anderem öffentliche Äußerungen Kellers, die ihn als parteiisch einordnen ließen. Der Schweizer wies die Vorwürfe zurück. Das Urteil ist rechtskräftig.

Keller ermittelte gegen den ehemaligen Bundesanwalt Michael Lauber, gegen Infantino und den Walliser Oberstaatsanwalt Rinaldo Arnold. Der Vorwurf gegen das Trio lautet unter anderem auf Amtsmissbrauch sowie Anstiftung zum Amtsmissbrauch und Verletzung des Amtsgeheimnisses im Zusammenhang mit mindestens drei nicht protokollierten Treffen in den Jahren 2016 und 2017 im Zuge von Ermittlungen gegen die FIFA. Die FIFA und Infantino begrüßten die Entscheidung des Schweizer Bundesstrafgerichts, Keller abzuberufen.

„Wie bereits vielfach kommuniziert, stehen sowohl die FIFA als auch der FIFA-Präsident vollumfänglich für eine Zusammenarbeit mit den Behörden zur Verfügung, sei es in Bezug auf die Treffen, die der FIFA-Präsident mit dem ehemaligen Bundesanwalt hatte, oder in jeder anderen Hinsicht“, teilte der Verband mit.

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