03.05.2021 09:00 |

Zwei Verdachtsfälle

Indische Variante mit vielen Fragen

Seit Freitag gibt es in Salzburg den Verdacht auf die indische Mutation des Coronavirus. Eine Heimkehrerin mit Wohnort im Flachgau und eine weitere Person aus dem familiären Umfeld sind infiziert. Weitere Fälle sind noch keine bekannt. Eine der vielen Fragen rund um den Fall: Wie reiste die Frau von Indien aus nach Salzburg und wurden Quarantäne-Auflagen auch eingehalten?

Noch ist unklar, was es für Salzburg bedeuten würde, wenn sich die beiden Covid-Verdachtsfälle der indischen Mutation bestätigen. Die Ganzgenom-Sequenzierung soll bis Ende der Woche Klarheit bringen. Diese wird sowohl in Salzburg als auch bei der AGES in Wien durchgeführt.

Am vergangenen Dienstag wurde eine im Flachgau wohnende Inderin nach einem Heimatbesuch positiv auf Covid-19 getestet. Die Vorsequenzierung hatte den Verdacht auf die indische Mutation ergeben. In dem asiatischen Land ist die Situation außer Kontrolle geraten. Auch bei einer Person im familiären Umfeld der Frau wurde beim positiven Testergebnis der Verdacht festgestellt.

Derzeit läuft noch das Contact-Tracing auf Hochtouren, denn die Eindämmung ist in diesem Fall besonders wichtig, auch wenn das Land beteuert, alle Fälle im Vorhinein als Mutation zu behandeln. Ergebnisse der Kontaktnachverfolgung konnten noch keine präsentiert werden, auch nicht, ob der Aufruf für eine Lidl-Filiale neue Erkenntnisse gebracht hat.

Reiseroute steht noch nicht endgültig fest
Eine der brennenden Fragen: Wie kam die Frau von Indien nach Europa, Österreich und Salzburg? Eine wahrscheinliche Variante sind Flüge über Frankfurt nach Wien. Wie fand dann die Heimfahrt in den Flachgau statt? Wurden die Quarantäne-Auflagen eingehalten? Nach der Einreise mit einem negativen Test nach Österreich müssen Personen in eine zehntägige Quarantäne.

Noch gibt es keine Informationen dazu, aber die Ermittlungen der Behörden laufen. „Vorerst war es wichtig, sich um die Kontaktnachverfolgung zu kümmern, um eine Ausbreitung bestmöglich zu verhindern“, so ein Sprecher des Landes. Dies sei bereits bei den beiden Fällen der brasilianischen Mutation sehr gut gelungen. Neben dem bekannten Aufruf wegen der indischen Mutation gibt es einen neuen Aufruf für einen Zug von München (Abfahrt 7:55 Uhr) nach Salzburg am 1. Mai. Eine Frau reiste von Holland aus nach Salzburg. Ein Ergebnis des Vorscreenings auf Virusvarianten steht noch aus.

Felix Roittner
Felix Roittner
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