29.04.2021 23:35 |

Corona-Beschränkungen

Raus aus Hallein nur noch mit Nasenbohren

Ab sofort wird im Salzburger Hallein getestet, denn verlassen darf man die Salinenstadt derzeit nur mit einem negativen Corona-Test. Die Einwohner testen sich dabei selbst, das Rote Kreuz überwacht das „Nasenbohren“. Der Andrang in den Teststraßen vor Start der Beschränkungen war groß. Wie mehrfach berichtet, stiegen die Corona-Zahlen in Hallein zuletzt stark, mittlerweile kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz auf 506. Die Polizei ist nun an vier Ortsausfahrten im Einsatz und kontrolliert verstärkt. 

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Der Ton ist freundlich, aber doch bestimmt. „Bitte mit dem Staberl in die Nase fahren – drinnen lassen, ein paar Mal drehen und dann wieder raus damit.“ Geduldig erklären Mitarbeiter des Roten Kreuz immer wieder, wie die Covid-Selbsttests funktionieren. Seit Donnerstag gibt es in Hallein an allen vier Teststraßen das neue Angebot. „Wir können so mit gleich viel Personal mehr Leute dran nehmen“, sagt Manfred Goritschnig, Einsatzleiter am Standort Salzberghalle.

Start für Ein- und Ausreisekontrollen
Das ist auch dringend nötig. Ab sofort gelten für Salzburgs zweitgrößte Stadt bekanntlich strenge Ausreisebeschränkungen. Wer aus Hallein ausreisen will, braucht einen negativen Coronatest. Der Andrang bei den Teststraßen war am Donnerstag speziell am Morgen und am späten Nachmittag groß.

Kein Wunder: Mehr als 21.400 Menschen leben in Hallein, dazu kommen Pendler und knapp 2200 Schüler. Die HTL etwa setzt am Freitag und Montag vorsorglich auf Heimunterricht – damit sich Nicht-Halleiner in Ruhe um Testtermine kümmern können. Mittlerweile kündigte das Land jedoch an, dass die in der Schule durchgeführten Selbsttests doch zur Ausreise aus Hallein berechtigen. Drei Apotheken der Stadt haben ihr Testangebot ab sofort ausgeweitet, die Teststraße Ziegelstadl hat nun auch am Sonntag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Vier Ortsausfahrten sind ab sofort gesperrt
Die Ortsausfahrten sind mittlerweile an vier Punkten gesperrt. Die Polizei kontrolliert. Zudem drehen mobile Teams auf den weiteren Ein- und Ausfahrten Halleins ihre Runden. Mit Stand Donnerstagnachmittag gab es in der Salinenstadt 173 Covid-Infizierte. Das entspricht einer Sieben-Tage-Inzidenz von 506. Nirgendwo im Tennengau ist dieser Wert derzeit höher. Wieso die Fallzahlen derart in die Höhe geschnellt sind? Verantwortlich dafür sind viele kleinere Cluster im privaten Bereich.

Mehrere Infizierte gibt es mittlerweile auch in Schulen und Kindergärten. Einige Pädagoginnen sitzen als K1-Kontaktpersonen derzeit in häuslicher Quarantäne. Die Salzburger Bildungsdirektion vermeldete am Donnerstag fünf neue Fälle im gesamten Tennengau.

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