28.04.2021 06:00 |

Hotspot Kanaren

Illegale Migration aus Afrika nimmt wieder zu

Das Urlauberparadies der Kanarischen Inseln entwickelt sich seit Monaten immer mehr zum Hotspot illegaler Migration aus Afrika. Eine Tragödie mit 17 Todesopfern richtet jetzt noch mehr den Blick auf die zu Spanien gehörende Inselgruppe.

Weit abgetrieben - rund 500 Kilometer von der Küste der Insel El Hierro entfernt - machte die spanische Küstenwache im Atlantik ein überfülltes Migrantenboot aus. 17 der insgesamt 21 Menschen an Bord waren bereits tot. Wahrscheinlich verdurstet oder an Erschöpfung gestorben. Nur drei waren noch am Leben. Sie konnten von den Rettern per Hubschrauber aus dem Boot geborgen werden. Sie standen schwer unter Schock, waren stark unterkühlt, aber nicht in Lebensgefahr.

Wo die Migranten aus offensichtlich mehreren afrikanischen Ländern südlich der Sahara in See gestochen waren, blieb vorerst unklar. Bereits vor zwei Wochen hatte die Küstenwache südlich von El Hierro ein Boot mit 23 Menschen an Bord entdeckt. 19 waren noch am Leben, vier bereits tot. Und am Sonntag hatte die Küstenwache 50 Personen von einem Boot geborgen.

Im Vorjahr landeten 23.000 Migranten auf den Kanaren
Im vergangenen Jahr sind rund 23.000 Migranten auf den Kanaren - und damit in der EU - gelandet, achtmal so viele wie 2019. In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen bereits rund 3400 illegale Migranten aus Afrika auf den Kanaren an, mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).