Bauern wehren sich

Kritik an S 34: „Verlieren unsere Grundlage!“

In berührenden Worten fleht die Landwirtin Elisabeth Kern Ökoministerin Gewessler und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner um Hilfe „bei der Rettung ihrer Heimat“ an. Das aus eigenem Antrieb, wie sie betont, und im Namen von vielen Bauern, die durch die S34 bei St. Pölten in ihrer Existenz bedroht sind.

„Seit mehr als 15 Jahren diskutieren und entscheiden fremde Menschen vom Schreibtisch weg darüber, wie unser Grund und Boden hier in den nächsten 100 bis 200 Jahren genutzt werden wird. Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich als junge Bäuerin ohnmächtig“, sagt die 22-jähriger Ökoaktivistin aus Wetzersdorf bei St. Georgen am Steinfeld, die jetzt trotz beginnenden politischen Drucks mutig gegen die ökologisch so verheerende Schnellstraße vorangeht. In ihrem Widerstand ist sie nicht allein. Denn da sind auch der Schwadorfer Milchbauer Bernhard Kamleiter und der gstandene Erdäpfel-Landwirt Anton Hieger aus Raitzersdorf.

„Notfalls ketten wir uns an“
Was alle in der Verzweiflung eint: Mit ein paar Strichen am Reißbrett sollen sie für das Klimaschutz-Steinzeitprojekt insgesamt 100 Hektar wertvollsten Bodens verlieren. Besonders erschütternd: Der ASFINAG-Asphalt soll durch die Haine einer Obstbauern-Familie mit einem kleinen Buben gewalzt werden. Kein Wunder, wenn der Widerstand wächst. Kern: „Notfalls ketten wir uns auch an. Denn wir liefern wertvolle Lebensmittel für alle.“

Mark Perry
Mark Perry
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