13.04.2021 13:31 |

Wer zahlt die Krise?

Deutschland: Staatsschulden bei 650 Milliarden €

Bund, Länder und Kommunen in Deutschland werden im Zuge der Corona-Bekämpfung (siehe auch Video oben) voraussichtlich einen Schuldenberg in Höhe von rund 650 Milliarden Euro auftürmen. Nun stelle sich die Frage, wie sich die Kosten bewältigen lassen.

Das geht aus einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor: „Je nachdem, was in den kommenden Wochen und Monaten noch passiert, kann diese Zahl auch noch größer werden“, so Direktor Michael Hüther. Noch nie seit 1945 habe der Staat so viel Geld in so kurzer Zeit für ein Ziel ausgegeben wie in der Corona-Pandemie

„Moderate Öffnung der Schuldenbremse“
Die Konjunkturexperten des IW drängen darauf, auf einen allzu schnellen Schuldenabbau zu verzichten und der öffentlichen Hand lieber Spielräume für notwendige Investitionen etwa in Infrastruktur zu lassen: „Statt wie vom Bund geplant in 20 Jahren sollten die Schulden in 40 Jahren zurückbezahlt werden.“ Außerdem empfehlen Experten „eine moderate Öffnung der Schuldenbremse“, um den Handlungsspielraum der Bundesländer zu erhöhen.

Deutschlandfonds möglich
Um die vorhandenen Investitionsdefizite in Infrastruktur, Klimaschutz und Bildung anzugehen, könne außerdem ein Deutschlandfonds aufgelegt werden, der zehn Jahre lang jährlich 45 Milliarden Euro in Klimaschutz, Bildung und Infrastruktur investieren könne.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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