Aufregung in Pasching

Vertriebene Wildtiere kehrten von selbst zurück

Die Aufregung in Pasching war groß: Unbekannte hatten in der Nacht auf Sonntag den Zaun eines Wildtiergeheges aufgeschnitten, die Sikawildtiere liefen davon. Nach 24 Stunden, Angst vor Verkehrsunfällen und nächtlichem Wache halten konnten die Besitzer aufatmen: „Gegen ein Uhr früh waren alle wieder zurück.“

„Ich verstehe nicht, wie jemand so etwas tun kann“, ist Kurt Gstöttner (57) erschüttert. Unbekannte hatten den Zaun seines Geheges vermutlich mit einem Winkelschleifer durchtrennt und die insgesamt acht Tiere vertrieben. Das Wild flüchtete Richtung Linzer Flughafen. „Wir hatten wirklich Angst. Es hätte weiß Gott was passieren können. Wenn sie auf die Straße gelaufen wären, hätte es schwere Unfälle geben können“, schildert Gstöttner die bangen Stunden. Der Versuch, die Tiere zurückzutreiben, scheiterte: „Das hat leider nicht funktioniert, das Wild war sehr aufgebracht.“

Tiere ins Herz geschlossen
Schlussendlich versteckten sich die acht „Ausreißer“ in einem Wald, die Familie sperrte mit Hilfe der Polizei den Gehweg daneben ab und hoffte, dass sie selbst zurück ins Gehege kommen.  „Wir waren schon sehr nervös, wir haben die Tiere jetzt seit einem Jahr und sehr ins Herz geschlossen. Wenn wir sie nicht einfangen hätten könnten, wären sie in den nächsten Tagen zum Abschuss freigegeben worden“, so der 57-Jährige.

Das bange Warten dauerte lange: „Mein Sohn Lukas hat in der Nacht auf Montag Wache gehalten, als er gegen 1 Uhr früh mit einer Wärmebildkamera ins Gehege gefilmt hat, hat er gesehen, dass alle von selbst zurückgekommen sind“, ist der Züchter glücklich. Nachsatz: „Wir sind jeden Tag bei den Tieren, sie sind von selbst zurückgekommen, weil hier bei uns ihre Heimat ist.“

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Sonntag, 16. Mai 2021
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