08.04.2021 17:00 |

Pläne: Kultur & Sport

Kogler: Beim Öffnen „nicht allzu viel riskieren“

Seit Monaten steht in Österreich das kulturelle Leben und auch das Leben vieler Sportvereine still. Die Perspektivlosigkeit hält bei den Betroffenen an. Welche konkreten Öffnungspläne gibt es für Kunst- und Kulturschaffende, Kinos, Theater, aber auch körpernahe Sportarten und -vereine im Land? Das bespricht krone.tv-Moderator Gerhard Koller mit Vizekanzler und Sport- und Kulturminister Werner Kogler in „Nachgefragt“.

Laut dem Vizekanzler ist momentan „noch nicht die Zeit für konkrete kalendarische Daten“, was die schrittweisen Öffnungen angeht. Zwar steht fest, dass Tests die Basis für „vorsichtige und kontrollierte Öffnungen“ sein werden, man wolle aber „nicht allzu viel riskieren“.

Großveranstaltungen möglich?
In einigen Städten, unter anderem erst vor Kurzem in Barcelona, finden jetzt testweise Massenveranstaltungen statt, um mögliche Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen. Koller wollte wissen, wie der aktuelle Stand dazu in Wien wäre: Sind Stadionkonzerte mit 50.000 bis 60.000 Zuschauern möglich? Sport- und Kulturminister Kogler klärt auf: „Akut ist das nicht vorstellbar, aus meiner Sicht jedenfalls. […] Momentan geht’s darum, dass wir mal mit kleineren und mittleren Veranstaltungen beginnen, und wir tun uns draußen leichter als drinnen.“

Gesundheitsschutz vs. Wunsch nach normalem Leben
Jetzt liegt die oberste Priorität aber noch im Schutz des gesamten Gesundheitssystems - und dafür müssen die Ansteckungszahlen dringend zurückgehen. Trotzdem ist dem Vizekanzler bewusst, dass zwei Punkte an oberster Stelle stehen: „Einerseits steht ganz oben natürlich der Gesundheitsschutz, aber auch ein normaleres Leben dann schrittweise und möglicherweise auch mit Regionalisierung. So wenig wie möglich einschränken und so viel als möglich zulassen, geht aber nur mit einer Idee und einer Verantwortung für Sicherheit.“

Priorität: Spitäler entlasten!
Besonders die schwierige Lage an den Intensivstationen bereitet der Regierung noch große Sorgen - die Belastung der Spitäler müsse dringend reduziert werden. Kogler weiß aus eigener Erfahrung, wie hart die Situation vor Ort ist: „Ich darf selber aus dieser zweifelhaften Erfahrung schöpfen, weil mein Vater ganz lange künstlich beatmet werden musste auf einer Intensivstation, und die wenigsten Leute - ist mein Eindruck - haben eine Vorstellung, was das bedeutet. Für die Umgebung und vor allem die Ärztinnen und Ärzte und das Pflegepersonal, das dort arbeitet. Und auch da gibt’s mittlerweile Engpässe, jedenfalls im Osten und das ist auch unsere Verantwortung.“

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