06.04.2021 13:23 |

Lage höchst dramatisch

40% aller Intensivpatienten in Wiener Spitälern

40 Prozent aller Corona-Intensivpatienten in Österreich werden in Wiener Spitälern versorgt. Wie berichtet, spitzte sich die Lage besonders in der Bundeshauptstadt zuletzt immer weiter zu. Am Dienstag musste erneut ein neuer Höchststand vermeldet werden, schon 233 Patienten benötigen in Wien intensivmedizinische Betreuung aufgrund einer Coronavirus-Infektion. Um die Spitäler der Stadt zu entlasten, stocken die Ordensspitäler die Zahl der Betten weiter auf.

Innerhalb von 24 Stunden kamen in der Bundeshauptstadt gleich neun weitere Patienten hinzu, die aufgrund einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinische Betreuung benötigen. Besonders in Wien ist die Lage in den städtischen Spitälern höchst dramatisch. Denn es reicht nicht nur ein Intensivbett für einen Corona-Patienten aus, dieser muss auch durch medizinisches Personal betreut werden.

Stufe 9 des Corona-Krisenplans in Vorbereitung
Von einer Trendumkehr ist bislang nichts zu spüren. Die Folge: Andere Eingriffe müssen im schlimmsten Fall auf unbestimmte Zeit verschoben werden, da die Kapazitäten in den Spitälern nicht ausreichen. Seitens der Wiener Ordensspitäler wurden deshalb weitere Maßnahmen ergriffen. Man bereite „derzeit die Corona-Versorgung bis zur Stufe 9 des Wiener Corona-Krisenplans vor“, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

„Wir wollen aber nicht nur zur Bewältigung des Krisenmodus beitragen, sondern unternehmen auch große Anstrengungen, um die Versorgung von Nicht-Covid-Patienten im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten bestmöglich aufrechtzuerhalten und weiterhin die Spitäler der Stadt Wien zu entlasten“, sagt Manfred Greher, Sprecher der sieben Wiener Ordensspitäler und Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses.

Auch Ordensspitäler verschieben zahlreiche OPs
So werde die Zahl der Intensiv- sowie Normalbetten für an Covid-19 Erkrankte weiter aufgestockt. Aufgrund der immer weiter zunehmenden Inanspruchnahme der Intensivstationen durch Corona-Patienten musste man allerdings auch in den Ordensspitälern schon dazu übergehen, „zahlreiche nicht dringende Operationen zu verschieben. Diese müssen an die nun geringere Intensivbetten-Kapazität angepasst werden. Derzeit handelt es sich dabei um elektive, also nicht akut erforderliche Eingriffe“, so Greher.

Ostösterreich verlängert Lockdown bis 18. April
Indes preschte Bürgermeister Michael Ludwig am Dienstag vor und sprach sich für eine Verlängerung des aktuellen strengen Lockdowns in Wien aus. Vorerst gilt in der Bundeshauptstadt sowie in Niederösterreich und dem Burgenland der harte Lockdown bis 11. April. Dieser wird nun in den drei Bundesländern bis 18. April verlängert.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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