Nach zwei Jahren Abwesenheit kehrt Fernando Alonso in Bahrain als Pilot bei Alpine in die Formel 1 zurück. Die „Krone“ sprach mit dem zweifachen Weltmeister über seine Erwartungen an sich und das Team.
Die 24 Stunden in Le Mans gewann er, bei Indy 500 schied er auf dem Weg zum Sieg aus, kam bei der Rallye Dakar ins Ziel. Doch nach zwei Jahren fährt Fernando Alonso heute im Qualifying in Bahrain, wo er dreimal gewann, erstmals wieder in der Formel 1 gegen die Zeit. Die „Krone“ konnte zuvor noch via Internet-Konferenz mit ihm sprechen ...
„Nach der letzten Dakar fragte ich mich, was die größte Herausforderung wäre“, erzählt Alonso, „und da stellte sich heraus: die Formel 1!“ Doch was erwartet sich ein zweifacher Weltmeister überhaupt von einem Team wie Alpine? „Ich erwarte, dass es jeden Tag besser werden möchte“, erklärt Alonso, „der Fortschritt, vor allem im letzten Jahr, war sehr beeindruckend, und mit dem neuen Management und dem neuen Präsidenten Luca de Meo will man in naher Zukunft um die WM kämpfen.“
Allzu schnell wird das aber nicht passieren: „Man wird sehen, dass das heuer eher eine Fortsetzung der 2020er-Saison ist, da wird es keine großen Veränderungen auf der Strecke geben“, prophezeit er, „hoffentlich können wir um Podestplätze kämpfen, alles darüber hinaus wäre eine Überraschung.“
Gleichzeitig zeigt er sich mit Alpine, dem einzigen Team mit Renault-Motor, zufrieden: „Der Fortschritt des Sports ist beeindruckend: Das Auto ist schneller, hat bessere Bremsen, du fühlst die Kraft auf der Geraden, der E-Motor ist besser in den Antrieb integriert. Das Auto fühlt sich fantastisch an!“
Mit 39 Jahren bereit
Und sein Alter? Schließlich behauptet Teamkollege Esteban Ocon, dass Alonso wie 28 wirke. „Nein, ich fühle mich schon wie 39. Wenn man älter ist, will man vielleicht nicht mehr alles nur für Rennen einsetzen. Aber ich bin bereit dazu, ich fühle, dass die Herausforderung jetzt mehr Genuss ist.“
Stefan Burgstaller, Kronen Zeitung
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