Aus kleinen Verhältnissen hat sich Modemacher Tommy Hilfiger, der am 24. März 70 Jahre alt wird, zum Star-Designer und Multimillionär hochgearbeitet. Mit acht Geschwistern aufgewachsen zu sein habe ihm zudem beigebracht, mit Chaos umzugehen. „Ich bin Multitasker und kann mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen.“ Außerdem sei der fünffache Vater selbst sein „schärfster Kritiker“.
Blau, weiß und rot ist seine Mode häufig, All-American-Style. Zudem: „Erschwinglich, zugänglich, spaßig, cool und lässig“, sagt Hilfiger, der die nach ihm benannte Firma längst an Finanzinvestoren verkauft hat, aber das letzte Wort für alle Kollektionen behält. Neuerdings sind die auch vor allem bequem. „Menschen, die ungemütliche Anziehsachen tragen, waren schon immer auch ungemütlich im Zusammensein. Das Wort Komfort ist wichtiger denn je. Wir leben in einer anderen Welt als noch vor einem Jahr und es gibt keinen Grund, Anziehsachen zu tragen, in denen man sich nicht wohl fühlt.“
„Ziehe eigene Entwürfe an“
Hin und wieder vergisst Tommy Hilfiger, dass er wirklich Tommy Hilfiger heißt. „Ich bin so daran gewöhnt, das auf Pullovern zu sehen, dass ich manchmal vergesse, dass das mein Name ist“, sagte der Designer jüngst. Hilfiger trägt auch fast immer Hilfiger. „Wahrscheinlich etwa 99 Prozent der Zeit ziehe ich meine eigenen Entwürfe an. Ich bin Perfektionist und will sicherstellen, dass es auch wirklich gut passt und sich gut wäscht. Ich bin definitiv mein schärfster Kritiker.“
Geboren wurde der Designer als Thomas Jacob Hilfiger am 24. März 1951 in dem kleinen Städtchen Elmira. „Das mag zwar im Bundesstaat New York liegen, aber es fühlt sich an wie ein Kaff mitten in den USA, umgeben von Äckern und mit altmodischen Werten und einem entspannten Lebensstil.“
Großfamilienleben lehrte Hilfiger viel
Seine Mutter war Krankenschwester, der Vater Uhrmacher und Tommy das zweite von neun Kindern. „Da lernt man schnell, zusammenzuarbeiten und als Team zu funktionieren. Man lernt, eine große Bandbreite von Stilen und Ansichten zu respektieren, was mir später beim Start meiner Firma geholfen hat, weil es so viele Kunden mit so unterschiedlichem Geschmack gibt.“
Hilfiger, der sich selbst als „ewigen Optimisten“ beschreibt, geht in die Millionenmetropole New York und gründet dann seine eigene nach ihm benannte Firma. „Ich dachte, wenn ich mein eigenes Unternehmen aufmache, dann kann ich auch mein eigenes Schicksal kontrollieren.“ Bald schon läuft es glänzend, vor allem weil Hilfiger als einer der ersten Designer erkennt, wie wertvoll Prominente als Werbeträger sind.
„Versuche, ein guter Vater zu sein"
Gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau, dem Model Dee Ocleppo, besitzt der Designer, der insgesamt fünf Kinder hat, unter anderem Anwesen in Connecticut, New York und der Karibik. „Ich bedaure, dass ich nicht so viel da war, als meine Kinder klein waren. Ich war so sehr mit der Firma beschäftigt. Aber ich versuche wirklich ein guter Vater zu sein.“
Quelle: APA
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